Hans Schaeuble

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* 26.5.1906 Arosa GR, † 19.12.1988 Zürich.

Nach der Matura 1927–31 Studium an der Hochschule für Musik in Leipzig bei Hermann Grabner (Komposition) und Carl Adolf Martienssen (Klavier). 1927/28 erstes Bühnenwerk "Dagmar", Oper in zwei Aufzügen nach Theodor Storms Erzählung "Ein Fest auf Haderslevhuus", als Libretto eingerichtet von S. 1931 Übersiedlung nach Berlin zu weiteren privaten Musikstudien, dort erste kompositorische Erfolge sowie Veröffentlichung mehrerer Werke im Verlag Bote und Bock. 1939 Durchbruch mit der Uraufführung der Sinfonischen Musik für grosses Orchester durch Carl Schuricht an der Berliner Philharmonie. 1939 Rückkehr in die Schweiz, nach einem weiteren Berlin-Aufenthalt 1941–42 liess sich S. definitiv in Zürich nieder. 1947 Komposition von "Dorian Gray", Oper in zwei Teilen nach Oscar Wildes "Das Bildnis des Dorian Gray", vom Komponisten als Libretto eingerichtet (Uraufführung 6.2.2004 am Opernhaus der University of North Texas in Denton). Daneben komponierte S. Ballette: "Fabula aeterna" (1931–33), "Los Caprichos" (Ballett-Suite, Uraufführung 9.12.1957 am →Stadttheater Zürich in einer Fassung für zwei Klaviere unter dem Titel "Divertimento"), "Jeux" (1954, späterer Titel "Aspects et perspectives") und "Die Rose und der Schatten", nach Chamissos Erzählung "Peter Schlemihl" (1957/58). Ausserdem zahlreiche Instrumental- und Vokalwerke. S.s von →Paul Hindemith, Strawinsky und Bartók beeinflusste Musiksprache zielt auf melodischen und rhythmischen Fluss, auf Klarheit und Vereinfachung des Satzes. 1988 wurde in Zürich die H. S. Stiftung gegründet.

Literatur

  • Prieberg, Fred K.: Der Komponist H. S., 1992.

Nachlass

  • Zentralbibliothek Zürich.


Autorin: Verena Naegele



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Naegele, Verena: Hans Schaeuble, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1579–1580.

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