Hans Trog

Aus Theaterlexikon
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* 20.1.1864 Basel, † 10.7.1928 Zürich.

T. studierte Geschichte, Philosophie, antike Sprachen und Kunstgeschichte in Basel und zwei Semester lang in Berlin; 1887 Promotion, 1887–1901 Redaktor bei der "Allgemeinen Schweizer Zeitung" in Basel. 1890 erschien seine erste Theaterkritik. 1899 habilitierte er sich in "moderner Literatur"; 1899–1901 gab er an der Universität Basel Vorlesungen, vor allem zum Drama des 19. Jahrhunderts. 1901 bis zu seinem Tod Feuilletonredaktor der "Neuen Zürcher Zeitung". In dieser Funktion veröffentlichte er Tausende von Artikeln, darunter zahlreiche Theaterkritiken (Kürzel: T. oder t.). Daneben Mitarbeiter der Zeitschrift "Wissen und Leben", für die er zahlreiche Artikel zum Theater verfasste. In seine Kritiken ging seine grosse literarische und akademische Bildung ein. T. interessierte sich speziell für die szenischen Neuerungen der Stilbühne und hielt sie in minutiösen Beschreibungen fest. Als kritischer Begleiter der Ära →Alfred Reucker verstand er sich als Verteidiger des Autors. Er übte konstruktive Kritik, was auch von Künstlerseite anerkannt wurde. Er bevorzugte das Feine und Raffinierte und stand dem handfest Theatralischen eher ablehnend gegenüber, billigte dem Regisseur aber zu, die Theaterwirksamkeit im Auge zu behalten. 1907–18 Präsident des Literarischen Klubs Zürich.

Literatur

  • Burger, Lydia: H. T. als Theaterkritiker, 1955.
  • Burger, Lydia: Bibliographie der Theaterbeiträge von H. T. in der "Allgemeinen Schweizer Zeitung", Basel, in der "Neuen Zürcher Zeitung", Zürich, und in der Zeitschrift "Wissen und Leben", 1955.


Autor: Tobias Hoffmann-Allenspach



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Hoffmann-Allenspach, Tobias: Hans Trog, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1968–1969.

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