Hanspeter Bleisch

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* 23.8.1945 Zürich, Sohn des Sozialpädagogen und Puppenspielers Hans B., Bruder der Puppenbauerin Elisabeth B. ∞ 1978 Ursula Imhof, Figurentheaterspielerin (→Bleisch-Imhof).

1962–65 Lehre als Hochbauzeichner, dann Berufspraxis, unter anderem am Jugendzentrum des Christlichen Vereins Junger Männer, heute Junger Menschen (CVJM) auf dem Hasliberg. 1970 Gründung des →Puppentheaters Bleisch, im ersten Jahr unterstützt durch ein Stipendium des CVJM. Vorerst Regisseur und Gestalter von raumgreifenden Theaterprojekten mit Schulklassen und Gruppen von Jugendlichen und Erwachsenen, darunter Aufführungen biblischer und anderer Stoffe in Gemeindesälen, Turnhallen und Kirchen. Pa­rallel dazu Leitung von Puppenspielkursen und Projektwochen – häufig im Rahmen der Lehrerfortbildung – und Erarbeitung eines Wanderbühnenrepertoires. Vorbilder für seine Theaterarbeit, formale Stilisierung und innovative Verwendung von Schauspiel und Figurenspiel, fand B. vor allem in der Puppentheaterszene der osteuropäischen Staaten. Seit 1975 Zusammenarbeit mit seiner späteren Ehefrau. Die Bleischs haben seither über zwei Dutzend Spiele für Kinder und für Erwachsene gestaltet und aufgeführt. 1975–84 war B. Sekretär und anschliessend Präsident der →SVfP. Er ist Mitautor und Illustrator diverser, zum Teil didaktischer Publikationen zum Puppentheater sowie Mitgestalter von Ausstellungen: "CH-Puppenspiel" (Wanderausstellung, 1982), "25 Jahre Puppentheater Bleisch" (Gewerbemuseum Winterthur, 1996), "Welt des Figuren Theaters" (Museum Lindengut Winterthur, 2000).



Autor: Gustav Gysin



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Gysin, Gustav: Hanspeter Bleisch, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 217–218.

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