Heidi Brunner

Aus Theaterlexikon
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* 23.8.1961 Rain LU. ∞ Bertrand de Billy, Dirigent.

Studierte in Luzern an der Akademie für Schul- und Kirchenmusik. Anschliessend Gesangsausbildung bei Hermann Fischer in Zürich und Eva Krasznai in Basel. Nach ihrem Bühnendebüt 1989 am →Musiktheater Biel (Titelrolle in Rossinis "La Cenerentola") blieb sie diesem Theater bis 1993 als ständiger Gast verbunden, unter anderem als Martine in Gounods "Le Médecin malgré lui", Ottavia in Monteverdis "L’incoronazione di Poppea", Dorabella und Zerlina in Mozarts "Così fan tutte" und Zerlina in dessen "Don Giovanni", Isabella in Rossinis "L’Italiana in Algeri", Baba the Turk in Strawinskys "The Rake’s Progress" sowie 1991 als Anna Göldi in der Uraufführung der gleichnamigen Oper von →Martin Derungs (Regie: →Martin Markun, musikalische Leitung: →Daniel Kleiner). Weitere Engagements führten sie 1993–95 ans Landestheater Dessau (Giovanna Seymour in Donizettis "Anna Bolena", Siebel in Gounods "Faust", Hänsel in Humperdincks "Hänsel und Gretel") und 1996–98 an die Volksoper Wien, wo zum bisherigen Repertoire gewichtige Rollen­debüts hinzukamen: Adalgisa in Bellinis "Norma", die Mozart-Partien Sesto in «La cle­men­za di Tito» und Cherubino in "Le nozze di Figaro", die Titelpartie in Offenbachs "La Périchole", Prinz Orlofsky in Johann Strauß’ "Die Fledermaus" sowie als erste Sopranpartie Donna Elvira in Mozarts "Don Giovanni". Gastverpflichtungen führten sie ans Gran Teatre del Liceu Barcelona (seit 2002), →Theater Basel, Basel BS (1990 Titelpartie in Antonio Cestis "L’Orontea"), nach Berlin an die Komische Oper (1995 Cenerentola und Charlotte in Massenets "Werther") und die Staatsoper (1996 Roggiero in Rossinis "Tancredi", 1998–2001 Rosina in Rossinis "Il barbiere di Siviglia"), ans →Ensemble-Theater der Regionen Biel-Solothurn, ans →Grand Théâtre in Genf (2001 Nicklausse in Offenbachs "Les Contes d’Hoffmann"), nach Innsbruck, Meiningen (2000–01 Octavian in Richard Strauss’ "Der Rosenkavalier"), nach München ans Prinzregententheater (1999 Messaggiera und Proserpina in Monteverdis "L’Orfeo") und an die Bayerische Staatsoper (2000 Siebel), nach Nancy (1999 Komponist in Richard Strauss’ "Ariadne auf Naxos", 2001 Costanza in Haydns "L’isola disabitata"), Santiago de Compostela und an die Staatsoper Wien (seit 1997 Rosina, Zerlina, Idamante in Mozarts "Idomeneo" und Nicklausse). Bei den Wiener Festwochen 1998 sang sie Messaggiera und Proserpina und beim Festival "Wiener Osterklang" 1999 Marthe in Massenets "Marie Magdeleine". B., die ihr Repertoire für Koloratur-, lyrischen wie dramatischen Mezzosopran virtuos beherrscht, geht ausserdem einer ausgedehnten Konzerttätigkeit nach. Mehrere Einspielungen auf Tonträger.



Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Heidi Brunner, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 281–282.

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