Heidy Forster

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* 6.9.1931 Basel.

Erstes Engagement 1951–53 am →Schauspielhaus Zürich, Zürich ZH (1953 Donna Isabel in der Uraufführung von →Max Frischs "Don Juan oder Die Liebe zur Geometrie", Regie: →Oskar Wälterlin), parallel dazu Privatausbildung bei →Maria Becker, →Rolf Henniger, →Margit von Tolnai und →Ellen Widmann, bei deren →Kammersprechchor F. als Solosprecherin auftrat. Weitere Engagements 1953/54 am Staatstheater Kassel, ab 1955 am →Sommertheater Winterthur, Winterthur ZH, 1956/57 am →Stadttheater St. Gallen (Martirio in García Lorcas "Bernarda Albas Haus", Regie: →Reinhart Spörri), ab 1957 am →Stadttheater Chur, Chur GR, 1957/58 am →Atelier-Theater Bern und 1957–60 am →Städtebundtheater Biel-Solothurn (Titelrolle in Max Mells "Jeanne d’Arc", Rosalinde in Shakespeares "Wie es Euch gefällt", Ophelia in Shakespeares "Hamlet", Regie jeweils: →Siegfried Süssenguth; Titelrolle in Ibsens "Nora", Regie: →Hermes Hoffmann). 1961–63 Stückverträge am Schauspielhaus Zürich. Ab 1964 freischaffende Schauspielerin, unter anderem in München am Volkstheater, am Theatron Eroticon, am Intimen Theater und am Theater 44 (1974 grosser Erfolg als Fräulein Rasch in der stummen Solorolle in Franz Xaver Kroetz’ Monodrama "Wunschkonzert", Regie: Horst Sachtleben, diese Produktion war auch über Jahre auf Gastspielen in Berlin, Paris, Göteborg, Stockholm, Bergen und weiteren Städten Europas zu sehen; 1977 Winnie in Becketts "Glückliche Tage", Regie: Sachtleben) sowie unter anderem an den Kammerspielen Wuppertal (1973 Anna in Pinters "Alte Zeiten") und am →Theater für den Kanton Zürich, Winterthur ZH. Ab 1981 als Gast und 1984–99 als Ensemblemitglied am Bayerischen Staatsschauspiel München. Dort spielte sie unter anderem Prudencia in García Lorcas "Bernarda Albas Haus", Hausmädchen bei Frau Borkman in Ibsens "John Gabriel Borkman" (Regie: Ingmar Bergman), Mutter Roelle in Fleißers "Fegefeuer in Ingolstadt", Daja in Lessings "Nathan der Weise" (Regie: →Achim Benning), Frau Yang in →Bertolt Brechts "Der gute Mensch von Sezuan" (Regie: Omri Nitzan), Madge in Ronald Harwoods "Der Garderobier", die Grossmutter in Thomas Strittmatters "Irrlichter – Schrittmacher" (Regie: Martin Kušej), Frau Wesener in Lenz/Kipphardts "Die Soldaten" (Regie: Klaus Emmerich), Luise in Dorsts "Herr Paul", Tante Medea in Jérôme Savarys "Zazou" (Regie: Savary), Brigitte in Kleists "Das Käthchen von Heilbronn" (Regie: Anselm Weber). Daneben gastierte F. unter anderem am →Theater am Neumarkt Zürich (1982 Ada von Stetten in Horváths "Zur schönen Aussicht", Regie: →Wolfram Berger), an den Münchner Kammerspielen (1997 ältere Frau in Sergi Belbels "Liebkosungen", Regie: Torsten Bischof) und am →Theater Basel, Basel BS. Seit 1999 ist sie erneut freiberuflich tätig, unter anderem am Münchner Volkstheater und an den Münchner Kammerspielen. F. unterrichtete 1961–63 am →Bühnenstudio Zürich. Sie wirkte in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit.



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Heidy Forster, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 615–616.

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