Heiner Ingenlath

Aus Theaterlexikon
Wechseln zu: Navigation, Suche

* 26.2.1927 Krefeld (D), † 10.3.1967 Basel, auch Heinrich I.

Erste Engagements als Schauspieler am Stadttheater Krefeld, 1949–51 an den Städtischen Bühnen Wuppertal-Solingen, 1952–54 an der Remscheider Bühne, 1954/55 (auch als Bühnenbildner) an der Pikkolomödie Wuppertal, 1955–57 am Stadttheater Konstanz. 1957–60 gehörte I. zum Schauspielensemble des →Stadttheaters Bern, wo er rund dreissig Rollen spielte, darunter Graf Aubespine in Schillers "Maria Stuart" (Regie: →Rudolf Hammacher), dritter Gott in →Bertolt Brechts "Der gute Mensch von Sezuan" (Regie: →Helmuth Ebbs) und Riccaut de la Marlinière in Lessings "Minna von Barnhelm" (Regie: →Raoul Alster). Es folgten Verpflichtungen 1960–62 an den Württembergischen Staatstheatern Stuttgart und 1962–64 am Staatstheater Braunschweig. Von 1964 bis zu seinem Tod war I. einer der führenden Darsteller an der →Komödie Basel, unter anderem spielte er Kardinal Barberini in Brechts "Leben des Galilei", die Titelrolle in →Max Frischs "Don Juan oder Die Liebe zur Geometrie", Schwigerling in →Frank Wedekinds "Der Liebestrank" (Regie: →Charles Regnier), Marcellus in Giraudoux’ "Um Lucretia" (Regie: →Werner Kraut), Quentin in Arthur Millers "Nach dem Sündenfall" (Regie: Stavros Doufexis), Feldprediger in Brechts "Mutter Courage und ihre Kinder" und Graf Bodo von Übelohe-Zabernsee in →Friedrich Dürrenmatts "Die Ehe des Herrn Mississippi" (Regie: Veit Relin); seine letzte Rolle war 1966 Christian Maske in Carl Sternheims "Der Snob" (Regie: Dietrich von Oertzen). I. verstarb kurz vor der Premiere von Bruckners "Elisabeth von England", in der er die Rolle des Bacon hätte spielen sollen.



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Heiner Ingenlath, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 902.

Normdaten