Heinz Trixner

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* 21.6.1941 St. Veit an der Glan (A).

Realgymna­sium in Klagenfurt, 1962–64 Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar Wien. Erstes Engagement 1964–66 am →Stadttheater Bern (Sigismund in Calderóns "Das Leben ein Traum", Spitta in Gerhart Hauptmanns "Die Ratten"), dann 1966–69 am Burgtheater Wien (Kain in Wilders "Wir sind noch einmal davongekommen"), 1969–77 am Thalia-­Theater Hamburg (Claudio in Shakes­peares "Viel Lärm um nichts", Regie: Otto Schenk; Alfred­ in Horváths "Geschichten aus dem Wiener Wald", Regie: →Jürgen Flimm; Max in Schnitzlers "Anatol" und Jupiter in Kleists "Amphitryon", Regie jeweils: →Gerd Heinz; Paris in Hacks’"Die schöne Helena", Regie: Boy Gobert; Buckingham in Shakespeares "Die Tragödie von Richard dem Dritten", Regie: →Hans Hollmann; Graf Guiche in Rostands "Cyrano von Bergerac", Regie: Flimm; Graf Almaviva in Beaumarchais’ "Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit", Regie: Gobert; Titelrolle in Aischylos’ "Der gefesselte Prometheus", Regie: Friedrich Beyer). Nach Gastrollen am Staatstheater Darmstadt (Titelrolle in Shakespeares "Hamlet"), am Theater in der Josefstadt in Wien, an den →Basler Theatern, an der Freien Volksbühne in Berlin (1978 Rattengift in Grabbes "Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung", Regie: Beyer) und in Bonn war T. 1978–88 Ensemblemitglied der →Basler Thea­ter (Direktion: →Horst Statkus). Er spielte dort unter anderem die Titelrolle in Molières "Der Menschenfeind", Dichter in Schnitzlers "Reigen", Alba in Schillers "Don Carlos", Angelo in Shakespeares "Mass für Mass", Major von Tellheim in Lessings "Minna von Barnhelm", Georges Pitou in Murrells "Die Memoiren der Sarah Bernhardt" (mit →Eva-Maria Duhan in der Titelrolle), Autor in García Lorcas "Komödie ohne Titel", die Titelrollen in Thomas’ "Charleys Tante" und in Shakespeares "König Richard der Dritte". 1980 führte T. an den Basler Theatern erstmals selbst Regie. Er inszenierte Nestroys "Einen Jux will er sich machen" und spielte zugleich den Weinberl. Es folgten In­szenierungen von Bernhards "Der Theatermacher", Molnárs "Liliom" und Sartres "Die schmutzigen Hände". Nach seinem Basler­ Engagement spielte T. zunächst vorwiegend am Düsseldorfer Schauspielhaus. Er gastierte als Schauspieler unter anderem am →Atelier-Theater Bern (1985 Pitou in Murrells "Die Memoiren der Sarah Bernhardt"), am Bayerischen Staatsschauspiel München (1990 Gervasius in Fleißers "Fegefeur in Ingolstadt", 1991 Azur in Raimunds "Der Verschwender"), bei den Salzburger­ Festspielen sowie am Fritz Rémond Theater im Zoo in Frankfurt am Main und inszenierte am →Stadttheater Luzern (1988 Pirandellos "Das Vergnügen, anständig zu sein"), am Volkstheater Wien, am Salzburger Landestheater, am Staatstheater Braunschweig, am Alten Schauspielhaus Stuttgart (1998 Harwoods "Der Fall Furtwängler", mit T. selbst in der Titelrolle), am Landestheater Salzburg sowie an den Luisenburg-Festspielen Wunsiedel (1996 Molières "Der eingebildete Kranke", 1997 Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung", 1998 Shakespeares "Ein Sommernachtstraum"). Seit 2001 ist T. Intendant der Kreuzgangspiele Feuchtwangen. T. wirkte in zahlreichen Fernsehfilmen mit, wo er mit Regisseuren wie Axel Corti, Michael Kehlmann, Georg Lhotsky und Wolfgang Liebeneiner zusammenarbeitete. TV-Serien wie "Ein Schloss am Wörthersee" machten T. einem breiten Publikum bekannt.



Autorin: Julia Danielczyk



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Danielczyk, Julia: Heinz Trixner, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1968.

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