Helmut Berger

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* 27.9.1949 Graz (A). Bruder des Schauspielers, Kabarettisten und Regisseurs →Wolfram Berger.

Schauspiel- und Regiestudium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz. B. spielte am Theater der Courage in Wien und gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Grazer Kindertheaters im Forum Stadtpark. 1973–78 war er unter →Werner Düggelin und →Hans Hollmann Ensemblemitglied der →Basler Theater, wo er unter anderem Hänschen Rilow in →Frank Wedekinds "Frühlings Erwachen" (Regie: Niels-Peter Rudolph), Cléanthe in Molières "Der eingebildete Kranke" (Regie: Max Peter Ammann), Jeraiah Jip in →Bertolt Brechts "Mann ist Mann" (Regie: Rudolph), Zwirn in Nestroys "Der böse Geist Lumpazivagabundus" (Regie: Hollmann), Karl in Fleißers "Pioniere in Ingolstadt" (Regie: →Felix Prader) und Valère in Molières "Tartuffe" (Regie: Bernard Sobel) spielte. Im Rahmen der Jugendtheaterarbeit an den Basler Theatern (→Junges Theater Basel, Basel BS) inszenierte B. 1977 eine Dialektbearbeitung von Volker Ludwig/Detlef Michels "Das hält’ste ja im Kopf nicht aus" unter dem Titel "Do flippsch uss!"sowie – jeweils zusammen mit der Dramaturgin Ingrid Hammer – 1977 "Kasch mi gärn ha!"(Dialektbearbeitung von Fehrmann/Flügge/Frankes "Was heisst hier Liebe?"von →Ueli Jäggi und →Hansjörg Betschart), 1978 "Spilt’s e Rolle?", 1979 "Goht’s no?", unter anderem mit Jäggi, →Meret Barz, Dani Levy und Gianin Löffler, aufgeführt in der →Komödie, Basel BS beziehungsweise auf der kleinen Bühne der Basler Theater. 1978/79 wirkte B. als Regisseur am Badischen Staatstheater Karlsruhe. 1979/80 war er als Schauspieler am Burgtheater Wien engagiert. Es folgte 1981–85 ein Engagement an den Staatlichen Schauspielbühnen Berlins, wo er unter anderem die Titelrolle in Peter Shaffers "Amadeus" (Regie: Klaus Emmerich) und den Dichter in Schnitzlers "Reigen" (Regie: Hansjörg Utzerath) spielte sowie bei Kroetz’ "Reise ins Glück" Regie führte. 1995 und 1996 war B. in der Rolle des Gustav Mahler in Sobols "Alma" (Regie: Paulus Manker) bei den Wiener Festwochen zu sehen. B., der als Film- und Fernsehschauspieler beachtliche Popularität erlangte (aber nicht mit dem 1944 geborenen gleichnamigen Filmdarsteller zu verwechseln ist), führte auch Filmregie.

Auszeichnungen

  • 1987 Schweizer Filmpreis für "Reise ins Glück",
  • 1991 Max-Ophüls-Preis für "Nie im Leben".


Autorin: Julia Danielczyk



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Danielczyk, Julia: Helmut Berger, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 164.

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