Helmuth Ebbs

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* 30.10.1894 Magdeburg (D), † 28.5.1970 Wuppertal (D).

Zunächst Maschinenbaustudium, dann Schauspielausbildung bei Hans Marr und Josef Jarno in Wien, Debüt am Wiener Theater in der Josefstadt, 1919–21 Schauspieler am Wiener Stadttheater, 1921/22 am →Schauspielhaus Zürich, Zürich ZH (unter anderem Anton in Wilhelm Speyers "Rugby"), 1922/23 Schauspieler und Spielleiter am →Stadt- und Aktientheater St. Gallen, 1923–26 Schauspieler und (Ober-)Spielleiter an den Städtischen Bühnen Graz, 1926/27 Spielleiter des Schauspiels an den Württembergischen Staatstheatern Stuttgart, 1927–29 Oberspielleiter am Reußischen Theater Gera und 1928–31 Oberspielleiter und Dramaturg am Deutschen Nationaltheater Weimar. 1928–31 inszenierte E. Festvorstellungen der Shakespeare-Gesellschaft, des Schiller-Bunds und der Goethe-Gesellschaft in Weimar. 1931/32 Oberspielleiter, Schauspieler und Dramaturg am Friedrich-Theater Dessau. 1932/33 Direktor der Grazer Bühnen-Gesellschaft mbH, 1934/35 Schauspieler am Rose-Theater in Berlin; 1935–39 Spielleiter an den Städtischen Schauspielen Baden-Baden, 1936–41 zugleich erster Spielleiter und Schauspieler am National-Theater Mannheim. Ab 1941 bis zur Schliessung der deutschen Bühnen 1944 Intendant des Stadttheaters Würzburg. Nach dem Krieg war E. zunächst Schauspieler und Regisseur in Stuttgart, dann bis 1950 künstlerischer Direktor des Schauspiels und 1950–53 Oberspielleiter des Schauspiels an den Städtischen Bühnen Graz, daneben 1951–53 Lektor an der Universität Graz, 1953/54 Oberspielleiter des Schauspiels am Landestheater Salzburg. 1954–57 Schauspieler am Schauspielhaus Zürich (unter anderem Veith in Kleists "Der zerbrochene Krug", Lundeen in Wouks "Meuterei auf der Caine", Oberkellner in Anouilhs "Leocadia", Jakob in →Paul Burkhards "Der schwarze Hecht", Purdy in Patricks "Das kleine Teehaus", Squenz in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum"), 1956–60 Schauspieler und Regisseur am →Stadttheater Bern (inszenierte unter anderem Shakespeares "Viel Lärm um nichts" und "Was ihr wollt", →Fritz Hochwälders "Die Herberge", →Bertolt Brechts "Der gute Mensch von Sezuan"), daneben Gastschauspieler am →Atelier-Theater Bern und Gastregisseur am →Stadttheater Basel (1956 Laverys "Fénelon"), 1960–68 Schauspieler und Regisseur an der →Komödie Basel (über vierzig Rollen, darunter die Titelrolle in →Friedrich Dürrenmatts "Frank V.", Vater in Sartres "Die Eingeschlossenen", Dr. Jakob Blum in Engel/Stemmles "Die Affäre Blum", Zauberkönig in Horváths "Geschichten aus dem Wiener Wald", Inszenierungen von →Hermann Ferdinand Schells "Der Landvogt von Greifensee", →Curt Goetz’ "Dr. med. Hiob Prätorius", Schnitzlers "Liebelei"). 1968–70 Schauspieler an den Wuppertaler Bühnen (unter anderem: Erzbischof in Lasker-Schülers "Arthur Aronymus und seine Väter", Regie: →Hans Bauer; Zangerl in Nestroys "Einen Jux will er sich machen"; Salomon in Millers "Der Preis"; König René in Hacks’ "Margarete in Aix"). Gastinszenierungen unter anderem am Theater Essen, an den Städtischen Bühnen Nürnberg, an den Vereinigten Bühnen Graz und bei den Wiener Festwochen.

Auszeichnungen

  • 1952 erhielt E. den Österreichischen Staatspreis für Theaterleiter.


Autorin: Julia Danielczyk



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Danielczyk, Julia: Helmuth Ebbs, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 509.

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