Herbert Knaup

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* 23.3.1956 Sonthofen (D).

Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München, erste Rollen an den Münchner Kammerspielen (1977 Schüler in Fleißers "Fegefeuer in Ingolstadt", Regie: Harald Clemen) und an der Städtischen Bühne Heidelberg. Unter der Direktion von →Horst Statkus war K. 1978–84 Ensemblemitglied der →Basler Theater, wo er rund dreissig Rollen verkörperte, darunter 1980 die Titelrolle in Schillers "Don Carlos" (Regie: Friedrich Beyer), 1981 Hendrik Höfgen in der deutschsprachigen Erstaufführung von Ariane Mnouchkines "Mephisto" (Regie: →Eike Gramss), 1982 die Titelrolle in Goethes "Torquato Tasso" und 1983 Oswald in Ibsens "Gespenster" (Regie beide: →Urs Schaub). Es folgten Engagements 1984–89 am Bremer Theater, 1989–91 am Volkstheater Wien und 1991–94 am Kölner Schauspiel. Danach übernahm K. vorwiegend Filmrollen (unter anderem 1999 Goethe in Egon Günthers "Die Braut", 2000 Rudolf Sieber in Joseph Vilsmeiers "Marlene") und trat nur noch selten auf der Bühne auf, so 2000 an den Hamburger Kammerspielen zusammen mit seiner damaligen Lebenspartnerin Natalia Wörner in der deutschen Erstaufführung von David Hares "The Blue Room" (Regie: Peter Löscher).

Auszeichnungen

  • 1995 Bayerischer Filmpreis für die Rolle des Polizeihauptmeisters Karl Simon in Dominik Grafs Action-Krimi "Die Sieger",
  • 1999 Deutscher Filmpreis für die Rolle des Vaters in Tom Tykwers "Lola rennt".


Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Herbert Knaup, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1004–1005.

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