Hermann Ullmer

Aus Theaterlexikon
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* 1.10.1913 Bremen (D), † 19.11.1999 Bad Zwischenahn (D), eigentlich Hermann Nullmeyer. ∞ I. Eva Sand, Schauspielerin.

Zunächst Ausbildung in einer Anwaltskanzlei, dann Volontariat am Stadttheater Bremen. 1933 erstes Engagement als Naturbursche und jugendlicher Liebhaber am Staatstheater Schwerin, dann Verpflichtungen in Mannheim, Magdeburg, Kiel, Königsberg und bis 1951 am Staatstheater Kassel, anschliessend am Stadttheater Dortmund. 1955–61 gehörte U. unter den Direktoren →Ernst Dietz, →Walter Oberer und →Horst Gnekow zum Schauspielensemble des →Stadttheaters Luzern, wo er rund fünfzig Rollen verkörperte, unter anderem August Keil in Hauptmanns "Rose Bernd", Wirt in Lessings "Minna von Barnhelm" (Regie: Dietz), Lord Goring in Wildes "Ein idealer Gatte" (Regie: →Arnold Putz), den Narr in Shakespeares "König Lear" (Regie: Dietz), Flaut in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum", die Titelrolle in der Schweizer Erstaufführung von Ionescos "Der neue Mieter", den Feldprediger in →Bertolt Brechts "Mutter Courage und ihre Kinder" (Regie: →Christoph Groszer), Nr. 12 in Reginald Rose/Horst Budjuhns "Die zwölf Geschworenen" (Regie: Gnekow), Bleichenwang in Shakespeares "Was ihr wollt". 1961–65 Engagement am Schloßtheater Celle, 1965–70 an den Städtischen Bühnen Oberhausen (McLeavy in Ortons "Beute", Licht in Kleists "Der zerbrochene Krug"), danach freischaffend tätig, unter anderem 1974/75 auf Tournee mit dem Schweizer Tournee-Theater Basel als Otto in →Carl Zuckmayers "Des Teufels General".



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Hermann Ullmer, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1983.

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