Idalice Anrig-Denzler

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* 20.8.1894 Le Locle NE, † 15.10.1974 Gossau ZH. ∞ →Robert F. Denzler, Dirigent und Komponist. Mutter der Schauspielerin →Sylva Denzler.

Studium am Konservatorium Zürich, in München bei Hermine Bosetti, in Berlin bei Eduard Erhard und Ernst Grenzebach sowie an der Gesangsschule Cunelli in Rom. Engagements 1913–15 und 1917–19 am →Stadttheater Zürich; bis 1927 Gastverpflichtungen am →Grand Théâtre de Genève, Genève GE am →Stadttheater St. Gallen und am Stadttheater Zürich. Ihre stimmlichen und musikalischen Möglichkeiten erlaubten es A., sehr unterschiedliche Partien zu übernehmen. Sie sang Rollen von Soubrette bis Mezzosopran, vom lyrischen bis zum dramatischen Sopran. Herausragende Interpretationen gelangen ihr als Mignon in Thomas’ gleichnamiger Oper, Micaëla in Bizets "Carmen", Marguerite in Gounods "Faust", Cherubino in Mozarts "Le nozze di Figaro", Nedda in →Ruggero Leoncavallos "I pagliacci", in der Titelpartie von Puccinis "Tosca" und als Cio-Cio San in dessen "Madama Butterfly", als Desdemona in Verdis "Otello", in der Titelpartie von Richard Strauss’ "Salome" und als Komponist in dessen "Ariadne auf Naxos". Bei den Zürcher Juni-Festwochen 1923 sang sie (mit dem Ensemble der Staatsoper Dresden, Regie: Issai Dobrowen, musikalische Leitung: Fritz Busch) in der Schweizer Erstaufführung von Mussorgskys "Boris Godunow" die Xenia. A. wirkte auch als Konzertsängerin.

Literatur

  • A.-D., I.: Ich erinnere mich … In: Roner, Anna (Hg.): Die Frau im Musikberuf. Vom Leben und Schaffen Zürcher Musikerinnen, 1928.


Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Idalice Anrig-Denzler, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 52.

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