Ingeborg Ruvina

Aus Theaterlexikon
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* 21.5.1893 Zürich, † 19.7.1970 Genf, eigentlich Julia Martha Gutersohn.

Die Schweizer Tänzerin lernte und unterrichtete zeitweise bei →Emile Jaques-Dalcroze. 1917/18 als Gast Ballettmeisterin am →Stadttheater Bern. 1918–21 war R. am →Stadttheater Zürich Ballettmeisterin und Tänzerin – die letzte von acht Künstlerinnen, die seit 1901 jeweils für ein paar Jahre das halbe Dutzend Tänzerinnen leiteten, und die erste, die weder eine Ballettausbildung hatte noch vom Gesellschaftstanz herkam. Ihr Tanzabend am Stadttheater Zürich am 26.3.1919 mit Ensemble, Orchester und Klavierbegleitung zeigte, wie stark ihr Tanz in der Musik verankert war. Sie brachte "moderne Tänze, die nichts mit der überwundenen Fussspitzenhupferei zu tun haben", wie es in den Mitteilungen des Zürcher Stadttheaters hiess. Obwohl ihr kleines Ensemble neben den Balletteinlagen in Opern und Operetten nur in einigen Kammertanzabenden auftrat, wurde in den drei Spielzeiten etwas Neues aufgebaut. 1924 gastierte R. als Tänzerin am Stadttheater in der männlichen Titelrolle der Schweizer Erstaufführung von "Josephslegende" (Choreografie: →Willy Godlewski, Musik: Richard Strauss) und 1930/31 als Choreografin der Tänze in der Operette "Walzer aus Wien" (Musik: Johann Strauß, Vater und Sohn).



Autorin: Ursula Pellaton



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Pellaton, Ursula: Ingeborg Ruvina, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1547.

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