Irène Friedli

Aus Theaterlexikon
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* 24.10.1967 Romanshorn TG. ∞ Albert Sidler, Musikpädagoge und Pianist.

F. studierte an der →Musik-Akademie der Stadt Basel bei Kurt Widmer (Solistendiplom 1991). Meisterkurse bei Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin und Brigitte Fassbaender in Bern. Seit 1996 Kontrollunterricht bei Helen Keller in Zürich. Mehrere Preise bei internationalen Gesangswettbewerben. F. debütierte 1993 am →Stadttheater Luzern als Pastore und Speranza in Monteverdis "L’Orfeo". 1994 sang sie dort in der Uraufführung von Ingomar Grünauers Oper "Winterreise" den Engel (Regie: Philipp Himmelmann, musikalische Leitung: Roger Epple). Seit 1995/96 gehört F. zum Ensemble des →Opernhauses Zürich, wo sie bereits in der Spielzeit 1994/95 als Gast aufgetreten war. Dort waren die wichtigsten Partien ihres Repertoires, das im Bereich zwischen Spielalt und Mezzosopran liegt: Gymnasiast in Bergs "Lulu", Mercédès in Bizets "Carmen", Smeton in Donizettis "Anna Bolena", dritte Elfe in Dvořáks "Rusalka", Gertrude in Gounods "Roméo et Juliette", Hänsel in Humperdincks "Hänsel und Gretel", Alt 1 und Iseut aux blanches mains in →Frank Martins "Le Vin herbé", zweite und dritte Dame in Mozarts "Die Zauberflöte", Fjodor in Mussorgskys "Boris Godunow", Rotelse in der Schweizer Erstaufführung von Pfitzners "Die Rose vom Liebesgarten" (1998, Regie: David Pountney, musikalische Leitung: →Franz Welser-Möst), Suzuki in Puccinis "Madama Butterfly", die Titelrolle in Ravels "L’Enfant et les sortilèges", Tisbe in Rossinis "La Cenerentola", Carlotta in Richard Strauss’ "Die schweigsame Frau" und Dryade in dessen "Ariadne auf Naxos", Polina in Tschaikowskys "Pique Dame", Flosshilde in →Richard Wagners "Das Rheingold" und "Götterdämmerung" sowie Puck in Webers "Oberon". F. sang auch in den Uraufführungen von Herbert Willis "Schlafes Bruder" (1996 als Elsbeth, Regie: Cesare Lievi, musikalische Leitung: Manfred Honeck) und Arnaldo de Felices "Akumu" (2001 als Teruko, Regie: Claudia Blersch, musikalische Leitung: Christoph König, im →Theater an der Sihl). Gastspiele führten sie 1998 an das →Theater Basel, Basel BS (dritte Dame), 2002 nach Kiel (Carlotta) und ans →Grand Théâtre in Genf (Flosshilde). Gefragte Konzert- und Liedersängerin.



Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Irène Friedli, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 642–643.

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