Irène Steiner

Aus Theaterlexikon
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* 29.1.1918 Winterthur ZH, † 29.6.1996 Winterthur ZH.

Als Kind Rhythmikstunden in ihrer Heimatstadt bei Trix Gutekunst (→Beatrice Tschumi) und Genia North. Berufsausbildung im Tanzseminar am Konservatorium in Zürich (Lehrerin →Herta Bamert). Abschluss in Gymnastik, Rhythmik und Ausdruckstanz 1937. Mit ihrem ersten Solotanz­abend am 27.1.1939 hatte S. im →Stadttheater Winterthur grossen Erfolg, gab weitere Tanzabende in der ganzen Schweiz und nahm am →Ersten Schweizer Tänzerwettbewerb teil. 1940 gründete sie in Winterthur ihre eigene Schule und unterrichtete bis 1991; sie begeisterte Generationen von Laien für die Kunst der Bewegung, bot dem Nachwuchs Ausbildungsklassen an, leitete ihre eigene Tanzgruppe und gestaltete regelmässig Schulvorstellungen. Sie hielt das Erbe des Ausdruckstanzes lebendig, pflegte eine langjährige Freundschaft mit →Mary Wigman und gewann diese sogar für Kurse in ihrem Studio. Im kulturellen Leben Winterthurs repräsentierte sie ein halbes Jahrhundert lang die Tanzkunst, choreografierte unter anderem für die Winterthurer Musik-Festspiele und 1960–65 für Serenaden im Schloss Andelfingen.

Auszeichnungen

  • 1979 Kunstpreis der Carl-Heinrich-Ernst-Stiftung Winterthur,
  • Ehrenmitglied des →SBTG.

Literatur

  • S., I.: Tanz, wie ich ihn auffasse, 1945.
  • S., I.: Tanz, 1958.


Autorin: Ursula Pellaton



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Pellaton, Ursula: Irène Steiner, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1746–1747.

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