Isabell Mahrer

Aus Theaterlexikon
Wechseln zu: Navigation, Suche

* 1.7.1917 Basel, auch Isabelle M.

Jurastudium in Paris und Basel, dann Schauspielausbildung bei →Gustav Hartung am →Konservatorium Basel. Erste Engagements 1940/41 am →Städtebundtheater Biel-Solothurn (Frau Theiling in →Hermann Ferdinand Schells "Der Bürgermeister von Zürich" und Madame de Boufflers in Brachvogels "Die Frau Marquise und der Narr", Regie jeweils: →Vasa Hochmann), am →Bernhard-Theater Zürich und 1943/44 am →Stadttheater Basel (unter anderem erste Priesterin der Diana in Kleists "Penthesilea" mit →Maria Becker, Regie: →Kurt Horwitz), daneben diverse Filmrollen, darunter 1941 in "Der letzte Postillion vom St. Gotthard" und 1942 in →Max Hauflers "Menschen, die vorüberziehen". 1946–48 Engagement an der Drei-Länder-Eck-Bühne im südbadischen Lörrach (unter anderem Mutter in Hofmannsthals "Jedermann", Regie: →Sascha O. Schoening; Amme in Anouilhs "Antigone", Regie: Rüdiger Bohnet). Danach besuchte sie bis 1950 die Schule für soziale Arbeit in Zürich, studierte Jurisprudenz und promovierte 1967 an der Universität Basel. Sie war unter anderem als Aktuarin des Arbeitsgerichts des Bezirks Baden, Ersatzrichterin am aargauischen Obergericht, 1972–80 Verfassungsrätin für die Totalrevision der Aargauer Verfassung, 1976–87 Mitglied der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen und der Subkommission für die 10. AHV-Revision tätig. M. veröffentlichte diverse juristische Schriften, darunter 1950 "Soziale Lage und Arbeitsmöglichkeiten des Berufsschauspielers in der deutschen Schweiz unter besonderer Berücksichtigung der städtischen Bühnen".



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Isabell Mahrer, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1159.

Normdaten