János Tamás

Aus Theaterlexikon
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* 24.5.1936 Budapest (H), † 14.11.1995 Aarau AG.

Studium an der Franz-Liszt-Musikhochschule in Budapest bei Ferenc Farkas. 1956 Flucht in die Schweiz. Ab 1957 Studium an den Konservatorien Zürich (Klavier: Walter Frey und Karl Engel, Dirigieren: Paul Müller-Zürich) und Bern (Komposition: →Sándor Veress). 1969 Schweizer Staatsbürgerschaft. 1961–63 Solokorrepetitor am →Stadttheater Zürich, 1963–70 Korrepetitor und Kapellmeister am →Städtebundtheater Biel-Solothurn, wo er die Bühnenmusiken zu Shakespeares "Wintermärchen" (1966) und Goethes "Clavigo" (1967) sowie ein Potpourri "Ballnacht" nach Wiener Operetten (1970) komponierte. 1970–84 musikalischer Leiter der Aargauer Oper/Schweizer Gastspiel-Oper. 1973–95 Hauptlehrer für Klavier an der Alten Kantonsschule Aarau. T.s kompositorisches Œuvre umfasst rund 120 Werke aus beinahe allen Gattungen, darunter die drei Oratorien "Das infernalische Abendmahl" auf einen Text von Georg Heym (1972), "Noahs Tochter" nach Texten von Claudia Storz (Uraufführung Aarau 1988) und "Die Stimmen der Erde" (Uraufführung postum Aarau 1996) sowie das Ballett "Sagenhaftes Solothurn" für Kammerensemble (1990).

Literatur

  • Förderverein J. T. (Hg.): Feuerbilder, Schattenklänge. J. T. Komponist, Dirigent, Pädagoge, 1997 [mit Werkverzeichnis].

Nachlass

  • Förderverein J. T. Aarau.


Autorin: Verena Naegele



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Naegele, Verena: János Tamás, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1790.

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