Jean-Pierre Cornu

Aus Theaterlexikon
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* 24.3.1949 Biel BE.

1971–74 Schauspielstudium am Max-Reinhardt-Seminar Wien, daneben erste Auftritte bei den Salzburger Festspielen. Engagements 1974–77 am Stadttheater Heilbronn, 1977/78 am Schauspiel Marburg, 1978–80 am Landestheater Tübingen, 1980–86 am Theater im Künstlerhaus in Wien (unter anderem Hendrik Höfgen in Mnouchkines "Mephisto", Regie: Peter Gruber), 1986–88 am Schauspielhaus Wien (unter anderem Zusammenarbeit mit Elke Lang beim Projekt "Küsse, Bisse, Risse"), 1988–91 am Theater am Turm in Frankfurt (unter anderem Pastor Manders in Ibsens "Gespenster", Dorn in Tschechows "Die Möwe", Regie jeweils: Lang), 1990–92 am Schauspiel Essen (unter anderem Gerichtsrat Walter in Kleists "Der zerbrochene Krug", Regie: Hansgünther Heyme), 1992–94 am Bremer Theater. 1993 begann C. mit einzelnen Stückverträgen am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg (Intendant: →Frank Baumbauer), wo er 1995–2000 fest angestellt war. Er spielte neben weiteren Rollen den Mephisto in →Christoph Marthalers "Goethes Faust √1 + 2", Apotheker Gall in Elias Canettis "Hochzeit", in "Stunde Null oder Die Kunst des Servierens", Teddy in Kesselrings "Arsen und Spitzenhäubchen", in "Die Spezialisten" (Regie jeweils: Marthaler), Orlofsky in Johann Strauß’ "Fledermaus" (Regie: Frank Castorf) und Cornu in der Uraufführung von Achternbuschs "Neue Freiheit. Keine Jobs. Schönes München. Stillstand" (Regie: Josef Bierbichler). Er gastierte an der Volksbühne Berlin und bei den Salzburger Festspielen (1999 Emanuel Freiherr von Stetten in Horváths "Zur Schönen Aussicht", Regie: Marthaler). 2000 wechselte C. mit Marthaler ans →Schauspielhaus Zürich, Zürich ZH. Diverse Film- und Fernsehrollen.



Autor: Nathanael Busch



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Busch, Nathanael: Jean-Pierre Cornu, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 408–409.

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