Joachim Ernst

Aus Theaterlexikon
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Engagements als Schauspieler 1927–29 am Oberschlesischen Landestheater Beuthen, 1929/30 am Stadttheater Trier, 1930/31 am Stadttheater Würzburg, 1931–35 am Badischen Landestheater/Staatstheater Karlsruhe, 1935/36 am Preußischen Staatstheater Kassel, 1936/37 am Theater des Volkes in Dresden, 1937/38 in Lettland am Deutschen Schauspiel Riga, 1938/39 in Estland am Deutschen Theater Tallinn, 1940/41 am Stadttheater Gießen, 1941/42 am Residenz-Theater Wiesbaden, 1942–44 in den Niederlanden am Deutschen Theater in Den Haag und danach am Landestheater Darmstadt. In der Schweiz wirkte E. 1948–51 unter der Direktion von →Albert Wiesner am →Stadttheater Luzern. Dort spielte er unter anderem Sir Robert Chiltern in Wildes "Ein idealer Gatte", den Rittmeister in →Max Frischs "Santa Cruz", Oberon in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum", Graf Wetter vom Strahl in Kleists "Das Käthchen von Heilbronn", Herzog von Alba in Schillers "Don Carlos" sowie mehrere Rollen in Operetten, etwa Fürst Populescu in Kálmáns "Gräfin Mariza", Graf Lichtenfels in Lehárs "Das Land des Lächelns" und den Grossfürsten in dessen "Zarewitsch". Danach war E. wiederum in Deutschland tätig, so 1952–54 an den Bühnen der Hansestadt Lübeck, 1954–56 an den Städtischen Bühnen Augsburg und 1956–63 am Landestheater Darmstadt. 1963 kehrte er in die Schweiz zurück, wo er bis Ende der siebziger Jahre auftrat: 1963–65 spielte er am →Atelier-Theater Bern (Direktion: →Rudolf Wessely), unter anderem James Tyrone in O’Neills "Eines langen Tages Reise in die Nacht", Shaw in Jerome Kiltys "Geliebter Lügner", die Titelrolle in →Friedrich Dürrenmatts "Die Ehe des Herrn Mississippi" und den Alten in Ionescos "Die Stühle". Anschliessend gehörte E. in Basel zum Ensemble der →Komödie und – nach deren Zusammenschluss mit dem Stadttheater 1968 – bis 1974 zu demjenigen der →Basler Theater, wo er bis 1977 noch vereinzelt als Gast auftrat. Zu seinen Rollen gehörten dort erneut Florestan Mississippi und Shaw, ausserdem Theobald Maske in Sternheims "Der Snob", Bruder Lorenzo in Shakespeares "Romeo und Julia", der Wirt in Lessings "Minna von Barnhelm", Miller in Schillers "Kabale und Liebe", Herr Orgon in Marivaux’ "Das Spiel von der Liebe und vom Zufall", der Postmeister Schpekin in Gogols "Der Revisor" und Géronte in Molières "Der Arzt wider Willen". Daneben in den siebziger Jahren einzelne Gastverpflichtungen am Stadttheater Luzern (1978 Escalus in Shakespeares "Mass für Mass") und am Atelier-Theater Bern.



Autor: Redaktion



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Redaktion: Joachim Ernst, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 539.