Josef Schnaiter-Wander

Aus Theaterlexikon
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* 5.4.1885 Kitzbühel (A), † 2.4.1959 Zollikon ZH, eigentlich Josef Aufschnaiter-Orgler.

S. begann als Schauspieler in Innsbruck und beim Tegernseer Bauerntheater. Gesangsausbildung in Dresden. Engagements 1918/19 am Stadttheater Aussig, im Sommer 1919 am Stadttheater Teplitz-Schönau, 1920–22 am Stadttheater Stettin, 1922/23 am Opernhaus Graz und 1923–50 am →Stadttheater Zürich. S. war ein höhensicherer Tenorbuffo, Charaktertenor und vielseitig einsetzbarer Darsteller in zahlreichen mittleren und kleinen Aufgaben, in späteren Jahren vor allem in der Operette. Zu seinen grösseren Partien gehörten: Jaquino in Beethovens "Fidelio", Dikson in François Adrien Boieldieus "La Dame blanche", Léopold in Jacques Fromental Halévys "La Juive", die Lortzing-Partien Veit in "Undine", Georg in "Der Waffenschmied" und Peter Iwanow in "Zar und Zimmermann", Pedrillo in Mozarts "Die Entführung aus dem Serail", die vier Diener in Offenbachs "Les Contes d’Hoffmann", Rinuccio in Puccinis "Gianni Schicchi", Wenzel in Smetanas "Die verkaufte Braut", Alfred und Dr. Blind in Johann Strauß’ "Die Fledermaus", der Sänger in Richard Strauss’ "Der Rosenkavalier", David in →Richard Wagners "Die Meistersinger von Nürnberg" sowie Mime in dessen "Rheingold" und "Siegfried". In der schweizerischen Erstaufführung von Bergs "Wozzeck" 1931 sang er den Andres (Regie: →Paul Trede, musikalische Leitung: Robert Kolisko).



Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Josef Schnaiter-Wander, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1618.

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