Josef Zihlmann

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* 19.3.1914 Hergiswil LU, † 10.1.1990 Willisau LU.

Neben dem Beruf als Kaufmann betätigte sich Z. als Volkskundler auf dem Gebiet der Luzerner Hof- und Flurnamenforschung sowie als Mundartforscher und -dichter. Er veröffentlichte insbesondere die Erzählbände "D Goldsuecher am Napf und anderi Gschichte" (1941), "Göttiwiler Gschichte" (1972), "De jung Chuenz und anderi Gschichte" (1975). Der oft als Urhinterländer der Napfregion bezeichnete Z. lebte viele Jahre in Gettnau und arbeitete als Journalist, Lokalchronist und freier Mitarbeiter bei Radio DRS (auch unter dem Pseudonym Seppi a de Wiggere). Auf Anregung von →Louis Naef verfasste Z. Theaterstücke und Mundartkomödien für das Volkstheater, so "Herr Fuchs" (1974, Regie: Naef) – eine Bearbeitung von Ben Jonsons "Volpone"–, aber auch Szenen in Hinterländer Mundart nach Karl Valentin. Seine tragische Komödie "D Goldsuecher am Napf" (auch: "Napfgold AG") gilt als exemplarisches Beispiel eines regional verwurzelten kritischen Volkstheaters. Mit der Uraufführung (12.10.1979 im "Leuen"-Saal, Hergiswil, Regie: Naef) wurde das Hergiswiler Dorftheater über seine Region hinaus bekannt.

Auszeichnungen

  • 1978 Dr. h.c. der Universität Freiburg,
  • 1982 Innerschweizer Kulturpreis,
  • Ehrenbürgerrecht mehrerer Gemeinden.

Literatur

  • Naef, Louis (Hg.): D Goldsuecher am Napf, 1979.

Nachlass

  • Staatsarchiv Luzern.


Autor: Werner Wüthrich



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Wüthrich, Werner: Josef Zihlmann, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 2146.

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