Julian Trieb

Aus Theaterlexikon
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* 8.4.1956 Bern.

Klarinettenstudium am →Konservatorium für Musik in Bern, Ausbildung in Pantomime bei →Ernst Georg Böttger (Lehrdiplom für Elementarpantomime) sowie in Polen bei Henryk Tomaszewski; langjähriges Mitglied der →Mime Berne. 1984 Soloprogramm in acht Nummern im →Theater am Zytglogge Bern, Inszenierungen mit der Pianistin Katharina Weber, mit der T. über längere Zeit im Spannungsfeld von Klang und Bewegung experimentierte: 1985 "Im Echo der Findlinge", 1988 "Mensch und Tier und Mensch und Tier", 1990 "Papiertiere". Zahlreiche Inszenierungen mit Musikern, unter anderem 1988 "Puppenzeug" mit dem Schlagzeuger Franz Aeschbacher, 1989 "Sturmzeit" mit Claude Bowald (Gitarre), Andi Isler (Schlagzeug) und den Mimen →Clemens Lüthard und Mustafa Tunçdogan; T. führte jeweils Regie und trat selber als Mime auf. 1990 Regisseur und Darsteller in Bernd Alois Zimmermanns Ballett "Présence" im →Alten Schlachthaus Bern. 1990–91 Inszenierung von →Fastnachtspielen in der Berner Kirche St. Peter und Paul sowie Auftritte mit verschiedenen Mimensoloprogrammen (unter anderem 1990 "Herakles" und 1991 "Die Verwandlung"). T. arbeitete auch als Maskenbildner und lebt seit Anfang der neunziger Jahre als Musiker in Deutschland, wo er gelegentlich Pantomime unterrichtet.



Autorin: Simone Müller



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Müller, Simone: Julian Trieb, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1967.

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