Junna Rikimaru

Aus Theaterlexikon
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* 10.6.1963 Miyagi (J). ∞ Ivo Schünemann, Tänzer.

Ballettausbildung an der Kurosawa-Ballettschule in Morioka. Tanzauftritte ab 1979 in Morioka, später in Tokio und im japanischen Fernsehen in Hauptrollen des klassischen Repertoires: Odile/Odette in "Schwanensee" (Musik: Tschaikowsky), Prinzessin Aurora in "Dornröschen" (Musik: Tschaikowsky), die Titelrolle in "Giselle" (Musik: Adam), Kitri in "Don Quixote" (Musik: Ludwig Minkus) und Klara/Zuckerfee in "Der Nussknacker" (Musik: Tschaikowsky). 1983 erhielt R. ein Stipendium des japanischen Kulturministeriums für einen zweijährigen Fortbildungsaufenthalt in der Schweiz und kam an die St. Galler Theatertanzschule zu →Marianne Fuchs. 1983/84 Engagement am Badischen Staatstheater Karlsruhe. 1986–98 war R. Solistin beim Ballett des →Stadttheaters St. Gallen und interpretierte wichtige Hauptrollen wie die Marie in →Manfred Tauberts "Nussknacker"-Version, die Ballerina in "Petruschka" (Choreografie: Norihiko Mochizuki, Musik: Strawinsky), Soli und Pas de deux in "Carmina burana" (Choreografie: Johannes Bönig, Musik: Carl Orff) und in "Carlos Gomes sonata" sowie "Tres concertos" (Choreografie: Rodrigo Pederneiras) und die Lise in "La Fille mal gardée" (Choreografie: Mochizuki, Musik: Hérold). Besonders berührend sichtbar wurde ihre Fähigkeit zu sensibel nuanciertem Tanzausdruck in den Werken Tom Schillings: Ihre Ottilie in "Die Wahlverwandtschaften" (Musik: Schubert) und ihre Cinderella im gleichnamigen Stück (Musik: Prokofjew) sind unvergessen. Seit 1999 Hauptlehrerin an der Kurosawa-Ballettschule in Morioka.

Auszeichnungen



Autorin: Ursula Pellaton



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Pellaton, Ursula: Junna Rikimaru, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1497–1498.

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