Käthe Lindenberg

Aus Theaterlexikon
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* 16.7.1906 Breslau (Wrocław, heute: PL), † 14.12.1980 Stuttgart (D). ∞ Heinrich Diedrich, Schauspieler.

Schauspielausbildung in Breslau. Engagements 1929–31 an der Schlesischen Bühne Breslau, 1932/33 am Stadttheater Brandenburg, 1933–35 am Grenzlandtheater Tilsit, 1935/36 am Stadttheater Landsberg, 1936/37 am Deutschen Nationaltheater Osnabrück, 1937 am Kurtheater Bad Oeynhausen, 1937–41 am Schauspielhaus Remscheid, 1941–44 an den Städtischen Bühnen Essen. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte L. bis 1950 am Stuttgarter Kleinen Theater. Von 1949 an gastierte sie bis 1980 regelmässig am Kleinen Theater im Zoo/Fritz-Rémond-Theater im Zoo in Frankfurt am Main, zudem wirkte sie als Gast 1950/51 am Theater der Stadt Baden-Baden, 1955–62 und 1973/74 an den Württembergischen Staatstheatern Stuttgart und 1971/72 am Landestheater Württemberg-Hohenzollern in Tübingen. Immer wieder war L. auch an Schweizer Bühnen verpflichtet: 1955–68 trat sie regelmässig an →Egon KartersKomödie Basel auf, unter anderem 1961 als Ottilie in →Friedrich Dürrenmatts "Frank V."und als Haushälterin in →Hermann Ferdinand Schells "Der Landvogt von Greifensee", 1963 als Mathilde von Zahnd in Dürrenmatts "Die Physiker", 1965 in der Titelrolle in →Bertolt Brechts "Mutter Courage und ihre Kinder". 1968–72 spielte sie am →Schauspielhaus Zürich, unter anderem 1968 Madame Pace in Pirandellos "Sechs Personen suchen einen Autor" (Regie: Oscar Fritz Schuh), 1969 Nachbarin in Jean-Claude Grumbergs "Morgen – Ein Fenster zur Strasse" (Regie: Horst Siede, mit L.s Ehemann Heinrich Diedrich als Nachbar), 1970 Frau von Quast in Hartmut Langes "Die Gräfin von Rathenow" (Regie: →Edward Rothe) und Aufseherin in →Frank Wedekinds "Musik" (Regie: Ullrich Haupt), 1972 Frau des Balladensängers in Brechts "Leben des Galilei" (Regie: →Harry Buckwitz) und Krankenschwester in Albees "Alles vorbei" (Regie: →Charles Regnier).



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Käthe Lindenberg, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1113.

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