Karel Nemec

Aus Theaterlexikon
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* 1934 Olmütz (Olomouc, heute: CZ).

Bis 1961 Studium an der Musikakademie in Brünn (Hauptfach: Opernregie). 1961–65 war N. Assistent von Erhard Fischer und Joachim Herz in Leipzig. Es folgten weitere Studien bei →Walter Felsenstein in Berlin. 1966 übersiedelte N. in die BRD, wo er bis Anfang der siebziger Jahre unter anderem an den Bühnen der Hansestadt Lübeck, am Nationaltheater Mannheim und regelmässig an der Städtischen Bühne Heidelberg inszenierte sowie einen Fernsehfilm über Dostojewskij drehte. Anschliessend wirkte N. unter der Direktion von →Ulrich Meyer-Schoellkopf regelmässig am →Stadttheater Luzern, wo er zwischen 1973 und 1982 rund zwanzig Musiktheater-Produktionen inszenierte, so beispielsweise einen Mozart-Zyklus unter der musikalischen Leitung des Intendanten mit "Don Giovanni" (1974), "Così fan tutte" (1975), "Die Entführung aus dem Serail" (1976), "Die Hochzeit des Figaro" (1977), "Titus" (1979), "Idomeneo" (1980) und "Die Zauberflöte" (1981), ausserdem Paisiellos und Rossinis "Il barbiere di Siviglia" (1973 und 1977), Lortzings "Zar und Zimmermann" (1974), Smetanas "Die verkaufte Braut" (1979), Offenbachs "Hoffmanns Erzählungen" (1980), →Othmar Schoecks "Vom Fischer un syner Fru" zusammen mit Webers "Abu Hassan" (1981), Glucks "Orpheus und Eurydike" und Verdis "Falstaff" (beide 1982) sowie die Schweizer Erstaufführungen von Prokofjews "Die Verlobung im Kloster" (1976), Mussorgskys "Der Jahrmarkt von Sorotschinzy" (1977) und Schostakowitschs "Die Nase" (1979). Danach folgten Inszenierungen am Theater der Stadt Essen und am Theater der Stadt Koblenz. 1984 kehrte N. unter der Intendanz von →Philippe de Bros für eine einmalige Gastregie (Gounods "Margarethe") nach Luzern zurück. Anschliessend war er unter anderem an den Städtischen Bühnen Regensburg und am Landestheater Salzburg tätig.



Autor: Redaktion



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Redaktion: Karel Nemec, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1314–1315.

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