Karin Ott

Aus Theaterlexikon
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* 13.12.1945 Wädenswil ZH. ∞ Eugen O., Regisseur und Musikwissenschaftler.

Ausbildung in Gesang, Violoncello und Orgelspiel am Konservatorium Winterthur. 1967/68 Engagement unter dem Namen Ruth Kaiser am →Städtebundtheater Biel-Solothurn (Mimì in Puccinis "La Bohème", Marie in Smetanas "Die verkaufte Braut", Konstanze in Mozarts "Die Entführung aus dem Serail" und Gilda in Verdis "Rigoletto"). Danach weitere Studien in Deutschland. Ab 1972 zahlreiche Gastverpflichtungen. O.s Repertoire setzte sich aus Partien für lyrischen und dramatischen Koloratursopran zusammen; als ihre besondere Glanzrolle galt die Königin der Nacht in Mozarts "Die Zauberflöte". O. gastierte unter anderem in Amsterdam, Atlanta (Titelpartie in Donizettis "Lucia di Lammermoor"), an der Deutschen Oper Berlin (unter anderem Norina in Donizettis "Don Pasquale", die Mozart-Partien Donna Anna in "Don Giovanni" und Konstanze in "Die Entführung aus dem Serail", Musetta in Puccinis "La Bohème", Donna Fiorilla in Rossinis "Il turco in Italia", Fiakermilli in Richard Strauss’ "Arabella"), beim Mai Musical Bordeaux, in Brüssel, an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg, in Frankfurt am Main (Gilda in Verdis "Rigoletto"), Karlsruhe, an der Bayerischen Staatsoper München (unter anderem Olympia in Offenbachs "Les Contes d’Hoffmann"), am Palais Garnier Paris, an den Salzburger Festspielen, in Stuttgart (Scolatella I in Henzes "König Hirsch", Violetta Valéry in Verdis "La Traviata"), an der Staatsoper Wien (unter anderem Aminta in Richard Strauss’ "Die schweigsame Frau") sowie in der Schweiz am →Opernhaus Zürich (1972–86 unter anderem Amina in Bellinis "La sonnambula", Adina in Donizettis "L’elisir d’amore", Oscar in Verdis "Un ballo in maschera"), am →Stadttheater St. Gallen (Rosina in Rossinis "Il barbiere di Siviglia"), am →Stadttheater Bern, am →Grand Théâtre in Genf (Waldvogel in →Richard Wagners "Siegfried") und am →Stadttheater Luzern (Fiordiligi in Mozarts "Così fan tutte"). Bedeutende Konzertsängerin. Mehrere Einspielungen auf Tonträger. Ende der achtziger Jahre zog sich O. von der Bühne zurück und widmete sich pädagogischen und musikwissenschaftlichen Tätigkeiten (unter anderem diverse Sendereihen für Radio und Fernsehen). In Zusammenarbeit mit ihrem Mann Autorin des mehrbändigen "Handbuchs der Verzierungskunst in der Musik" (ab 1997).



Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Karin Ott, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1362–1363.

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