Karl Absenger

Aus Theaterlexikon
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* 2.3.1949 Graz (A).

1966–69 Ausbildung zum Schauspieler und Regisseur an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz. 1970–72 erstes Engagement als Schauspieler am Theater für Vorarlberg in Bregenz. 1972–78 als Schauspieler am →Stadttheater St. Gallen. Dort spielte er unter anderem Schürzinger in Horváths "Kasimir und Karoline", Don in Leonard Gershes "Schmetterlinge sind frei", Moritz Stiefel in →Frank Wedekinds "Frühlings Erwachen", August in Pavel Kohouts "August August, August", Galy Gay in →Bertolt Brechts "Mann ist Mann" und Weinberl in Nestroys "Einen Jux will er sich machen". Ab 1978 als freischaffender Regisseur in Sprech- und Musiktheater tätig, erstmals am Stadttheater Pforzheim (1978 Kálmáns "Die Zirkusprinzessin"). 1980–92 als Regisseur am Stadttheater St. Gallen. Dort inszenierte A. rund zwanzig Produktionen, unter anderem Lehárs "Die lustige Witwe" (1980), Johann Strauß’ "Eine Nacht in Venedig" (1985) und "Der Zigeunerbaron" (1991), Porters "Kiss Me, Kate" (1981), Zemlinskys "Kleider machen Leute" (1987), Schrekers "Der Schatzgräber" (1988), Nestroys "Der Talisman" (1987) und "Der böse Geist Lumpazivagabundus" (1991), Molières "Der eingebildete Kranke" (1989), Goldonis "Der Lügner" (1991) sowie die Schweizer Erstaufführung von Bernhards "Über allen Gipfeln ist Ruh" (1986). 1982–85 Engagement als Oberspielleiter des Schauspiels am Stadttheater Ingolstadt, dort führte er unter anderem Regie bei Kroetz’ "Wildwechsel", Loewes "My Fair Lady", der Uraufführung von Oskar Maria Grafs "Bolwieser", Esther Vilars "Die amerikanische Päpstin" und Brecht/Weills "Die Dreigroschenoper". Weitere Inszenierungen unter anderem am →Atelier-Theater, Bern BE (1980 Monnot/Brefforts "Irma la Douce" und 1991 Rame/Fos "Offene Zweierbeziehung"), 1978–82 am Stadttheater Würzburg, 1984–88 an den Bühnen der Stadt Bielefeld, 1987–92 an den Städtischen Bühnen Augsburg, an den Bühnen der Landeshauptstadt Kiel (1988 Johann Strauß’ "Eine Nacht in Venedig" und 1989 Loewes "My Fair Lady"), an der Komödie im Bayerischen Hof in München (1994 Nashs "Der Regenmacher", →Paul Burkhards "Das Feuerwerk" und 2002 Curth Flatows "Das Geld liegt auf der Bank"), seit 1992 am Staatstheater am Gärtnerplatz in München, 1990–2000 an der Oper Leipzig (1991 Lehárs "Der Zarewitsch" und 1992 Johann Strauß’ "Eine Nacht in Venedig"), am Stadttheater Regensburg (1981 Bizets "Carmen" und 2002 Millöckers "Der Vogelhändler"), am Opernhaus Halle (2001 Offenbachs "Orpheus in der Unterwelt") sowie an der Stichting Hoofdstad Operette in Amsterdam. Seit 1999 ist A. Gastdozent für Regie an der Hochschule Maastricht. Auch Tätigkeit als Regisseur und Autor für den ORF.



Autorin: Kathrina Erizar



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Erizar, Kathrina: Karl Absenger, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 24-25.

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