Kellertheater Zum Isaak, Basel BS

Aus Theaterlexikon
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Kleintheater, Gastspielbetrieb mit einzelnen Eigenproduktionen, alle Sparten mit Schwerpunkt Kleinkunst

Das K. befindet sich im Gewölbekeller der Liegenschaft Münsterplatz 16, die – seit der Schenkung durch die Stadt Basel 1977 – der Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige Basel (GGG) gehört. Café und Kellertheater Zum Isaak wurden am 1.12.1978 eröffnet. Pächter waren seit der Eröffnung bis 2002 Beth und Ernst Stocker. Mit "Müesli, Tee und Liedermachern" (B. Stocker) brachte das engagierte Pächterehepaar während zweieinhalb Jahrzehnten Leben auf den Basler Münsterplatz: Sie organisierten verschiedene Gastspiele (Kleinkunst, Sprechtheater, teilweise von Amateurtheatergruppen, Musik) und Veranstaltungen (Lesungen, Vorträge, Diskussionen, Aktionen und Bürgergespräche), präsentierten Ausstellungen und zeigten kritisches Kabarett. Im Oktober 2002 wurde das K. wieder eröffnet (Pächter: Roland Studer und Bruno Mürner; Kulturprogramm: Davo Busic). Verbandsmitglied: Genossenschaft zur Förderung der Basler Kleintheater (GBK).

Spielstätte

Münsterplatz 16, 4051 Basel. Vor der Reformation war das Gebäude Domherrensitz und das Gewölbe diente als Weinkeller. Danach war das Haus eine Adelsresidenz. Der Basler Humanist und Staatsschreiber Isaak Iselin erwarb es 1765 und gründete darin 1777 die GGG. 1977 Umbau zum Theaterraum durch den Architekten Beda Küng. Vielseitig nutzbarer Raum ohne eigentliche Bühne. Platzkapazität: maximal achtzig Plätze. Theaterraum: 6,5 m breit, 20 m lang, zweistufig mit Treppe (Höhenunterschied zirka 1,5 m).



Autor: Jürg Seiberth



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Seiberth, Jürg: Kellertheater Zum Isaak, Basel BS, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 984.