Klaus Degenhardt

Aus Theaterlexikon
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* 19.7.1939 Hannover (D).

1960–63 Schauspielschule in Hannover. 1963–69 erstes Engagement an der Landesbühne Hannover. Ab 1969 Schauspieler am →Stadttheater Bern, Bern BE. Dort bewies D. in über 150 Rollen sein Talent als feinfühliger Schauspieler, der durch sein klug-durchdachtes und zugleich leidenschaftliches Spiel auch aus vielen Nebenrollen starke Persönlichkeiten schuf. Er spielte unter anderem 1973 Fortinbras in Shakespeares "Hamlet", 1975 Robespierre in Büchners "Dantons Tod", 1976 die Titelrolle in Büchners "Woyzeck" und 1977 Estragon in Becketts "Warten auf Godot" (Regie jeweils: →Frederik Ribell), 1977 Wolfgang Clausen in Gerhart Hauptmanns "Vor Sonnenuntergang", 1979 Narr in Shakespeares "Was ihr wollt" (Regie: →Eike Gramss, 1997 dieselbe Rolle unter der Regie von Irmgard Lange), 1980 König Kreon in Hans Henny Jahnns "Medea" (Regie: →Urs Schaub) und Satin in Gorkis "Nachtasyl", 1986 Martin in Botho Strauß’ "Die Fremdenführerin", 1988 Präsident von Walter in Schillers "Kabale und Liebe", 1990 Leonid Andreevič Gael in Čechovs "Der Kirschgarten" (Regie: →Gian Gianotti), 1991 Peter Squenz in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" (Regie: Gramss), 1992 Arkas in Goethes "Iphigenie auf Tauris" (Regie: →Wolfram Krempel), 1996 Constantin in Koltès’ "Das Erbe", Relling in Ibsens "Die Wildente", 1999 Polonius in Shakespeares "Hamlet" (Regie: Irmgard Lange) und Walter Fürst in Schillers "Wilhelm Tell" (Regie: Schaub). Vor allem in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Charles Benoit lieh er als herausragender Sprecher seine Stimme über hundert Hörspielfiguren in Produktionen des Radiostudios Bern.



Autorin: Regula Reidhaar



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Reidhaar, Regula: Klaus Degenhardt, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 439.

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