Klaus Henner Russius

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* 19.8.1937 Danzig (Gdańsk, heute: PL).

Nach dem Abitur Schauspielausbildung an der Max-Reinhardt-Schule Berlin. Engagements in Göttingen, Düsseldorf, bei den Gandersheimer Domfestspielen, 1962–64 am Theater am Goetheplatz Kassel, 1964–66 am →Stadttheater St. Gallen, 1966–68 am Nationaltheater Mannheim, 1968–80 an den →Basler Theatern (unter anderem: 1969 René Graf Vaudemont in Peter Hacks’ "Margarete in Aix"; 1971 Dr. Mongicourt in Feydeaus "Die Dame vom Maxim"; 1973 Titelrolle in Čechovs "Platonov", Regie: Jan Kacer; 1974 achtzehn Rollen in Karl Kraus’ "Die letzten Tage der Menschheit", Regie: →Hans Hollmann; 1978 Titelrolle in der Schweizer Erstaufführung von →Dieter Fortes "Jean Henry Dunant oder Die Einführung der Zivilisation", Regie: Friedrich Beyer; 1979 Titelrolle in Heinar Kipphardts "In der Sache J. Robert Oppenheimer", Regie: →Joachim Preen), daneben als Gast am →Theater am Neumarkt Zürich. 1980–85 an den Städtischen Bühnen Frankfurt (unter anderem: Robespierre in Büchners "Dantons Tod", Regie: Johannes Schaaf; Jandl in "Aus der Fremde" von Ernst Jandl), daneben als Gast weiterhin an den Basler Theatern/am Theater Basel (unter anderem 1981 Simon in der Uraufführung von →Heinrich Henkels "Still, Ronnie") und am Theater am Neumarkt Zürich (1984 Schreber in der Uraufführung von →Lukas B. Suters "Schrebers Garten", Regie: →Peter Schweiger). Seit 1985 freischaffender Schauspieler, unter anderem am Theater der Stadt Heidelberg, an den Städtischen Bühnen Frankfurt, am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Theater der Stadt Bonn, beim →Vaudeville Theater Zürich und erneut am Theater Neumarkt (1998 Carl in Mamets "Aus der alten Welt", Regie: Torsten Fischer). Diverse eigene Produktionen (Soloabende): "Michael Kohlhaas" von Heinrich von Kleist (Regie: →Enzo Scanzi), "Das Nibelungenlied". Ab 1981 Sprechrollen an verschiedenen Opernhäusern, unter anderem in Frankfurt am Main, Aix-en-Provence und Lyon. Seit 1980 ist R. auch als Regisseur tätig, unter anderem an den →Freilichtspielen Chur (unter anderem 1999 "Candide" nach Voltaire), an der →Klibühni in Chur (1997 Yasmina Rezas "Kunst", 2000 Tschechows "Der Heiratsantrag" und "Der Bär"), am →Zürcher Puppentheater (unter anderem 1998 "Pu der Bär" nach Alan A. Milne in eigener Bearbeitung, R. selbst in der Rolle des Erzählers), in Miller’s Studio Zürich (2000 die deutschsprachige Erstaufführung von Savyon Liebrechts "Sonia Mushkat"), in Verscio, Arlesheim und Wien. 1978–88 Lehrtätigkeit an der Schule für Gestaltung in Frankfurt und an der →Scuola Teatro Dimitri in Verscio. Seit 1970 zahlreiche Hörspielrollen, seit 1972 regelmässig Arbeiten für Film und Fernsehen.



Autorin: Kathrina Erizar



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Erizar, Kathrina: Klaus Henner Russius, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1545–1546.

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