Klaus Sonnenburg

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* 30.5.1927 Brandenburg (D).

1946–49 Klavier- und Kompositionsausbildung in Berlin am Stern’schen Konservatorium und seit 1949 an der Musikhochschule, unter anderem bei Heinz Tiessen (Komposition), Herbert Ahlendorf (Dirigieren), zusätzlich Besuche der Komponistenklassen von Boris Blacher und Ernst Pepping, Kurse bei →Paul Hindemith, Wolfgang Fortner, Olivier Messiaen. Ab 1954 Pianist, später Komponist und Kapellmeister bei dem von der Choreografin Tatjana Gsovsky gegründeten "Berliner Ballett". Durch Vermittlung von →Armin Schibler, den er bei einem Meisterkurs kennen lernte, kam S. in die Schweiz. 1959–93 war er am →Stadttheater Bern engagiert: anfänglich als Ballett-, dann als Solokorrepetitor, Hauskomponist und Kapellmeister für Schauspiel- und Musicalaufführungen. Für das Berner Stadttheater komponierte er rund neunzig Schauspiel- und Ballettmusiken (unter anderem 1966 Uraufführung seines Balletts "Aucassin und Nicolette", Regie und Choreografie: →Anna Menge, musikalische Leitung: →Ewald Körner). 1997 erhielt er von Intendant und Regisseur →Eike Gramss den Auftrag, für dessen Inszenierung von Goethes "Faust I und II" am Stadttheater Bern den dritten Akt von "Faust II" ("Helena") zu vertonen. Lehrauftrag für Gesang am Konservatorium für Musik und Theater Bern. Ausserdem Musik zu Märchenstücken und Filmen, zahlreiche Hörspielmusiken für Schweizer Radio DRS sowie Instrumental- und Vokalmusik.



Autor: Ingrid Bigler-Marschall



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Bigler-Marschall, Ingrid: Klaus Sonnenburg, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1700–1701.

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