Kleintheater Luzern, Luzern LU

Aus Theaterlexikon
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Gastspielbetrieb, Kleinkunst

1967 gründeten der Kabarettist →Emil Steinberger und seine Frau Maya Steinberger-Rudin im Neubau der Kantonalen Lehrerpensionskasse Luzern das K. und führten es als privates Theater. Infolge finanzieller Schwierigkeiten wurde der private Betrieb 1980 in die "Stiftung Kleintheater Luzern"überführt, deren Anfangskapital Steinberger zur Verfügung stellte und deren Präsident er bis 1987 blieb. Die Stiftung wird von der Stadt und vom Kanton Luzern sowie von mehreren Luzerner Gemeinden subventioniert und zusätzlich von Gönnern und Sponsoren unterstützt. Unter der Leitung von Steinberger (bis 1977), →Marianne von Allmen (1976–96), Heidi Vokinger (1983–96), Silvia Amberg, Gabriela Gyr (beide 1996/97), →Andrej Togni (1996–2001) und Markus Kunz (2001–04) etablierte sich das K. – lange Zeit die einzige Alternativbühne zum →Stadttheater Luzern – als Gastspielbetrieb (mit sporadischen Eigen- und Koproduktionen) im Kleinkunstbereich: In jährlich rund hundert Gastspielen aus dem In- und Ausland zeigt es hauptsächlich Kabarett, Tanztheater, Kinder- und Jugendtheater, Pantomimen, Clowns, Puppentheater, Chanson, Klassik- und Jazzkonzerte sowie Lesungen. 2004 übernahmen Barbara Anderhub und Pia Fassbind die Leitung. Verbandsmitglied: →KTV.

Auszeichnungen

  • 1994 Kulturpreis der Ida und Albert Flersheim-Stiftung,
  • 1995 Anerkennungspreis der Jules-Grüter-Stiftung (Coop Zentralschweiz).

Spielstätte

Bundesplatz 14, 6003 Luzern. 1963/64 von Herbert Keller erbaut. 1967 Umbau zum Theater (Architekt: Paul Birvé). Eröffnungsdatum 12.9.1967. Guckkastenbühne, Zuschauerraum mit einem Rang. 247 Plätze. Bühnenraum: Breite 6,1 m, Tiefe 6 m, Höhe 4 m. 1987 Gesamtsanierung des Gebäudes (Architekt: Eugen Mugglin).



Autorin: Anne-Christine Gnekow



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Gnekow, Anne-Christine: Kleintheater Luzern, Luzern LU, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 999–1000.

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