Kurt Preger

Aus Theaterlexikon
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* 16.11.1907 Berlin (D), † 12.10.1960 Wien (A). Sohn des Theaterdirektors Miksa P.

Ausbildung zum Sänger und Schauspieler in Wien. Zunächst Tenor, später auch Übernahme von Baritonpartien. Engagements 1933/34 an den Vereinigten Deutschen Theatern Brünn, 1934–37 am Deutschen Theater Prag, 1937/38 an der Wiener Volksoper, dann mit der Franz-Hirsch-Operettentruppe auf Tournee durch Belgien und Holland. 1940 wurde P., der zwar so genannter "Vierteljude" war, aber einen "Arierpass" besass, als erster Reichsdeutscher nach Aufhebung des Boykotts seitens der Berliner Reichstheaterkammer ans →Stadttheater Basel engagiert, zu dessen Ensemble er bis 1946 gehörte. Wichtige Rollen in Basel: Aurelius Galba in d’Alberts "Die toten Augen", Dr. Siedler in →Ralph Benatzkys "Im weissen Rössl", Don José in Bizets "Carmen", Don Marcio in →Paul Burkhards "Kaffeehaus", Eléazar in Halévys "Die Jüdin", Loyal in →Hans Haugs "Tartuffe" und Florian in der Uraufführung von Haugs "Barbara" (1943), Hans in Jessels "Schwarzwaldmädel", Graf Tassilo in Kálmáns "Die Csárdásfürstin", Prinz Sou-Chong in Lehárs "Das Land des Lächelns" (1941/42, musikalische Leitung: Lehár), Camille de Rosillon und Graf Danilo in Lehárs "Die lustige Witwe", Paris in Offenbachs "Die schöne Helena", Pinkerton und Cavaradossi in den Puccini-Opern "Madame Butterfly" und "Tosca", Marcello Mariolli in der Uraufführung von →Alexander Krannhals/→Kurd E. Heyne/→Willy Volkers "Ferien im Tessin" (1945, Regie: →Egon Neudegg, musikalische Leitung: Krannhals). Danach am →Stadttheater St. Gallen und von 1947 bis zu seinem Tod an der Wiener Staatsoper in der Volksoper, daneben Gastverpflichtungen an den Stadttheatern in Basel, Bern, St. Gallen, Zürich und bei den Bregenzer Festspielen.

Auszeichnungen

  • 1959 Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.


Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Kurt Preger, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1431–1432.

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