László I. Kish

Aus Theaterlexikon
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* 24.3.1957 Basel. ∞ Ulrike Bliefert, Schauspielerin, Drehbuchautorin, Ausstatterin und Regisseurin. Vater der Schauspielerin Anna Luise K.

Nach der Matura und einigen Semestern Studium der Germanistik und Anglistik an der Universität Basel 1979–82 Schauspielausbildung an der →Schauspiel-Akademie Zürich. Erstes Engagement 1982–84 am →Schauspielhaus Zürich unter der Direktion von →Gerd Heinz (unter anderem Fortinbras in Shakes­peares "Hamlet"). Dann 1984–86 an den Bühnen der Stadt Köln unter den Schauspieldirektoren →Jürgen Flimm und Klaus Pierwoß. Seit 1986 freischaffender Schauspieler mit Stückverträgen am Theater am Turm Frankfurt, Schauspiel Bonn, Bremer Theater (1993 Kowalski in Williams’ "Endstation Sehnsucht", Regie: Inge Andersen), Schauspiel Essen (1990 Peter in Gabriel Baryllis "Butterbrot" und Aston in Pinters "Der Hausmeister", Regie beide: Andersen), an den Ruhrfestspielen Recklinghausen (1992 Allan in Allens "Mach’s nochmal, Sam", Regie: Andersen), am →Opernhaus Zürich und am →Theater Basel (1994 Schneider in der Uraufführung von Joshua Sobols "Schneider und Schuster", Regie: Sobol, 1995 Oskar in Horváths "Geschichten aus dem Wienerwald", Regie: Fred Berndt). Zahlreiche grosse Rollen in Film und Fernsehen, unter anderem 1992–2001 Kommissar Philipp von Burg in den Schweizer Folgen der Krimi-Reihe "Tatort". Seit 1993 auch Filmregie, so bei den Kurzfilmen "Gänsehaut" (1993) und "Halbe Herzen" (1996) sowie den Dokumentarfilmen "Local Heroes" und "Village People" (beide 2001).

Auszeichnungen

  • 1994 Nachwuchsleopard für den besten Kurzfilm ("Gänsehaut") am Filmfestival Locarno.


Autor: Jean Grädel



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Grädel, Jean: László I. Kish, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 993.

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