Leny Marenbach

Aus Theaterlexikon
Wechseln zu: Navigation, Suche

* 20.12.1909 Essen (D), † 26.1.1984 Berlin (D), auch Leni M. ∞ Walter Pindter, Kameramann und Filmproduzent.

1926–28 erstes Engagement an den Städtischen Bühnen Essen. 1928–31 und 1933/34 war M. die wohl populärste Schauspielerin am →Schauspielhaus Zürich, ihren grössten Publikumserfolg hatte sie 1929 als Stenotypistin in Fodors "Arm wie eine Kirchenmaus" (Regie: →Fritz Essler, über sechzig Vorstellungen). M. spielte unter anderem 1928 Simone in Natansons "Cœur-Bube", Viola in Shakespeares "Was ihr wollt", Odette Chéry in Guitrys "Désiré", Mimi Zerl in Bruckners "Die Verbrecher" (Regie: →Herbert Waniek), Germaine in Verneuils "Herr Lamberthier", Marie in Molnárs "Liliom", 1929 die Titelrolle in Molnárs "Olympia", Buhlschaft in Hofmannsthals "Jedermann", Wera Siethoff in Bruno Franks "Perlenkomödie", 1930 Eliza in Shaws "Pygmalion", Y in Klabunds "XYZ", Christine Flamm in Vicki Baums "Menschen im Hotel" (Regie: →Eugen Schulz-Breiden), die Titelrolle in Barry Conners’ "Der Fratz" (Regie: Carl Goldner), 1933 Felizitas in der Uraufführung von Wilhelm Speyers "Affäre Anna Vollerthum" (Regie: →Leopold Lindtberg), Beatrice in Shakespeares "Viel Lärm um nichts" (Regie: →Gustav Hartung), Toinette in Molières "Der eingebildete Kranke", 1934 Viola in Shakespeares "Was ihr wollt" (Regie: Hartung), Viktoria in Sil-Varas "Die Mädchenjahre einer Königin", die Titelrolle in Achards "Migo vom Montparnasse" und die Titelrolle in Ibsens "Nora" (Regie jeweils: Lindtberg). 1931/32 spielte M. unter der Intendanz von Hartung am Hessischen Landestheater Darmstadt, 1934/35 gehörte sie zum Ensemble des Theaters in der Josefstadt in Wien. Ihren Durchbruch im Film hatte sie 1936 als Hedwig Kempenich in "Wenn wir alle Engel wären" (mit Heinz Rühmann), danach spielte sie unter anderem Margret Bartlett in "Der Mustergatte" und Mabel in "Fünf Millionen suchen einen Erben" (jeweils mit Rühmann als Partner) sowie Antonia Kollowrat in "Friedemann Bach" (mit Gustaf Gründgens). Nach dem Krieg ging M. mit einem Programm, in dem sie Gedichte und Sketche vortrug, auf Tournee und wirkte in einigen weiteren Filmen mit. An der Freien Volksbühne Berlin gastierte sie 1966 als Witwe Arva in Julius Hays "Haben" (Regie: Günther Fleckenstein).



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Leny Marenbach, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1174–1175.

Normdaten