Leonie Stein

Aus Theaterlexikon
Wechseln zu: Navigation, Suche

* 6.8.1948 Bern.

Nach der Berufsvorbildung in Bern bei →Beatrice Tschumi sowie bei →Frédéric Stebler und Vladimir Brosko ab 1964 Ausbildung an der Royal Ballet School in London. S. tanzte 1967/68 am Teatro del Balletto di Roma, 1968/69 am Teatro Bellini in Catania und als Solotänzerin am Teatro Comunale in Triest. Es folgte 1969 ein Engagement am Teatro Comunale in Florenz, 1969/70 am Teatro Massimo in Palermo, 1970 im Ballett der Arena di Verona. 1970–73 trat S. am Staatstheater Kassel auf. Mit Tschumi leitete S. 1973–91 das Ballett­studio Tschumi/Stein in Bern. 1977–96 wirkte S. als Lehrerin für Akrobatik und Tanz am →Konservatorium für Musik und Theater Bern. 1988 war sie Mitbegründerin der Interessengemeinschaft der Tanzschaffenden der Stadt Bern: Tanz Aktive Plattform (TAP). Ab 1989 stellvertretende Leiterin, seit 1996 Leiterin des Fachbereichs Theater an der →Hochschule für Musik und Theater Bern, deren Ausbildung die künstlerische Eigenständigkeit zum Ziel hat. Zu den wichtigsten Inszenierungen und Choreografien S.s gehören: "Mobilier Musical" (1988), "X-Strindberg-Y" (1990), "Augen … Blicke … Flüchtig" (1990), "Heimat – oder ein Stück von mir" (1994). Antrieb ihrer Arbeit ist die Suche nach einer Körper- und Bildsprache, die dem Publikum eigene Assoziations- und Denkräume eröffnet.



Autorin: Agathe Blaser



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blaser, Agathe: Leonie Stein, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1743–1744.

Normdaten