Lia Held

Aus Theaterlexikon
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* 21.11.1924 Augsburg (D).

Ab 1934 Tanzelevin an der Semperoper in Dresden. 1939/40 Tänzerin am Stadttheater Salzburg, 1940–43 Solotänzerin an der Städtischen Wiener Volksoper/am Opernhaus der Stadt Wien. Daneben Gesangsausbildung an der Musikschule der Stadt Wien bei Paul Brefin und privat bei Heinz Krögler und Egyd Toriff. Gastvertrag am Raimundtheater Wien als Operettensoubrette, 1943/44 als Soubrette am Stadttheater Hof. Ab Juni 1944 erste Operettensoubrette am Stadttheater Wien (1944 Suso in Hans Langs "Mädel im Frack", bereits am 1.5.1945 wieder Auftritt als Salomea in Lehárs "Friederike"). Dann unter anderem am Wiener Bürgertheater, am Staatstheater am Gärtnerplatz München und am Opernhaus Graz (unter dem Operndirektor und musikalischen Leiter Hans Swarowsky). 1949–55 fest engagiert sowie bis 1960 als Gast am →Stadttheater Bern als Operettensoubrette, daneben Gastverpflichtungen am →Stadttheater Basel und am →Stadttheater Zürich. H.s Repertoire umfasste unter anderem: Adele in Johann Strauß’ "Die Fledermaus" und Pepi in dessen "Wiener Blut", die Lehár-Partien Mi in "Das Land des Lächelns", Valencienne in "Die lustige Witwe", Anita in "Giuditta" und Bella Giretti in "Paganini", die Kálmán-Partien Nelly in "Arizona-Lady" (Uraufführung Stadttheater Bern 1954, Regie: →Walter Lederer, musikalische Leitung: Georg Meyer), Stasi in "Die Csárdásfürstin", Lisa in "Gräfin Mariza" und die Zirkusreiterin Miss Mabel Gibson in "Die Zirkusprinzessin", das Kammermädchen Hortense in Richard Heubergers "Der Opernball", Christel in Zellers "Der Vogelhändler", die Titelrolle in →Paul Burkhards "Hopsa", die Tochter Ottilie in →Ralph Benatzkys "Im weissen Rössl", Bronislawa in Millöckers "Der Bettelstudent", Hannerl in Heinrich Bertés "Das Dreimäderlhaus", Annamirl in Falls "Der fidele Bauer", die Titelrolle in Johann Zürchers "Ilka", Pauline in Offenbachs "Pariser Leben" und Juliska in Fred Raymonds "Maske in Blau". Auch Schauspielrollen, unter anderem Thekla in Nestroys "Das Mädel aus der Vorstadt" und Bettina in Hans Schweikarts "Lauter Lügen". 1948 Mitwirkung im Film "Fregola" (mit Marika Rökk), Radiotätigkeit, unter anderem in Salzburg, Wien, München, Graz. In den fünfziger Jahren eigene Radiosendung "Lia Held singt" (Radio Studio Bern und Genf). Bis 1986 Tätigkeit als Lehrerin für tänzerische Gymnastik in Bern.



Autorin: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Lia Held, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 821.

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