Libero De Luca

Aus Theaterlexikon
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* 17.3.1913 Kreuzlingen TG, † 4.8.1997 Horn TG.

Gesangsausbildung als Bariton bei Max Kraus in München und 1933–39 als Tenor bei Alfredo Cairati in Zürich. Engagements 1940–42 am →Städtebundtheater Biel-Solothurn, 1942/43 am →Stadttheater Bern, Bern BE, 1943–49 am →Stadttheater Zürich, 1949–60 an der Opéra Comique und an der Opéra im Palais Garnier in Paris. D.s breit gefächertes Repertoire, zu welchem anfänglich zahlreiche Operetten gehörten, reichte von der Barockoper über die Opern von Mozart, Puccini und Verdi und das französische Repertoire bis hin zu zeitgenössischen Werken. Daneben sang er auch Florestan in Beethovens "Fidelio", Wladimir Igorewitsch in Borodins "Fürst Igor", den Prinzen in Prokofjews "L’Amour des trois oranges", Hans in Smetanas "Die verkaufte Braut", Matteo und den Sänger in Richard Strauss’ "Arabella" und "Der Rosenkavalier", Tom Rakewell in Strawinskys "The Rake’s Progress" (1952 →Grand Théâtre in Genf im Grand Casino, musikalische Leitung: Strawinsky) und Max in Webers "Der Freischütz". Am Stadttheater Zürich sang er unter anderem in der Uraufführung von →Hans Haugs "Der unsterbliche Kranke" den Cléanthe (1947, musikalische Leitung: Haug) und in der Uraufführung von →Willy Burkhards "Die schwarze Spinne" den Ruech (1949). Gastverpflichtungen vorwiegend in Frankreich (Bordeaux, Lyon, Marseille, Nizza, Strassburg), Italien (Maggio Musicale Fiorentino in Florenz, Neapel, Rom) sowie in Barcelona, Brüssel, an der Hamburgischen Staatsoper (1956 Manrico in Verdis "Il Trovatore"), an der Covent Garden Opera London, in Monte Carlo und am →Stadttheater Basel, am Grand Théâtre in Genf und am Stadttheater Zürich (unter anderem 1956/57 Horace in →Othmar Schoecks "Venus"). Daneben Tätigkeit als Konzertsänger. D.s Karriere fand Anfang der sechziger Jahre aus gesundheitlichen Gründen ein frühes Ende. Von 1961 bis zu seinem Tod wirkte er als Gesangspädagoge. Seine kultivierte Gesangskunst – in lyrischen Farben ebenso überzeugend wie im heldisch-dramatischen Ausdruck – ist auf mehreren Tonträger-Einspielungen erhalten.

Auszeichnungen

  • 1937 1. Preis beim Concours International de Chant in Paris.


Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Libero De Luca, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 445–446.

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