Lili Langen

Aus Theaterlexikon
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* 3.8.1901 Worms (D), † 8.4.1993 Bern.

Gesangsausbildung in Frankfurt am Main und in Berlin. Erstes Engagement 1930/31 am Reußischen Theater Gera, 1931–33 als Sängerin am Stadttheater Erfurt verpflichtet. Ab 1933 in der Tschechoslowakei (1933–36 Sängerin am Stadttheater Saaz), ab 1936 in der Schweiz: 1936/37 unter der Direktion von Gottfried Falkenhausen Opern- und Operettensängerin am →Stadttheater Luzern (unter anderem Maria von Magdala in d’Alberts "Die toten Augen", Rosalinde in Johann Strauß’ "Die Fledermaus", Sylva Varescu in Kálmáns "Die Csárdásfürstin"), 1937–39 unter der Direktion von →Eugen Keller am →Stadttheater Bern (unter anderem Viola in →Paul Burkhards "Das Paradies der Frauen", Angèle Didier in Lehárs "Der Graf von Luxemburg"). Als Gast am →Stadttheater Basel, am →Städtebundtheater Biel-Solothurn und weiterhin am Stadttheater Bern (1942 Valencienne in Lehárs "Die lustige Witwe", Regie: →Alfred Bock; 1943 Isabella in Suppés "Boccaccio", Regie: Karl Eidlitz). L. gab ihre Sängerlaufbahn auf und war ab 1951 als Schauspielerin in Bern tätig, unter anderem bis 1955 am →Atelier-Theater, danach am →Theater der Untern Stadt, an dem von Georg Brabant geleiteten Studio 20 und ab 1959 bei Thomas Nyffeler am →Kleintheater Kramgasse 6, dort rund fünfzig Rollen in 1300 Vorstellungen, darunter 1971 in Karl Ettlingers "Frl. Tugendschön" (eine Aufführung des →Studios am Montag) und zuletzt 1987 Marie Bornemann in Fred Dengers "Langusten".



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Lili Langen, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1072–1073.

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