Liliana Heimberg

Aus Theaterlexikon
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* 18.5.1956 Wimmis BE.

Lehrerseminar, danach Ausbildung zur Theaterpädagogin an der →Schauspiel-Akademie Zürich (1976–79) und an der Hochschule der Künste in Berlin (1980/81). 1981–84 arbeitete H. als freie Theaterpädagogin, in dieser Zeit Zusammenarbeit mit dem Schauspieler und Autor →Beat Fäh, mit dem H. mehrere Stücke für Kinder und Jugendliche entwickelte und spielte, beispielsweise das in mehrere Sprachen übersetzte "Max-Mass". 1984–89 Engagement als Schauspielerin am Zürcher →Theater am Neumarkt unter der Direktion von →Peter Schweiger. Wichtige Rollen: 1984 Kind in der Uraufführung von →Lukas B. Suters "Schrebers Garten" (Regie: Schweiger); 1986 Alissa in Duras’ "Zerstören, sagt sie" (Regie: →Nikola Weisse); 1986 Sylvia in der Schweizer Erstaufführung von →Bertolt Brechts "Das wirkliche Leben des Jakob Gehherda" und 1988 Lillian in Brecht/Weills "Happy End" (Regie beide: Piet Drescher). 1989–99 Gründungsmitglied, Leiterin und Schauspielerin der freien Gruppe →Vaudeville Theater in Zürich, wo H. als Dramaturgin unter anderem die Uraufführungen von →Urs Widmers "Frölicher – ein Fest" (1991) und →Paul Steinmanns "Polenliebchen" (1996) initiierte und begleitete, Projekte wie "Liebäugeln" (nach Texten von →Niklaus Meienberg, 1994) und "System des Männerfangs" (1993) entwickelte sowie die im →Theater am Hechtplatz veranstalteten Matineereihen "Sie besassen, was man einen Ruf nennt" (1989–92), "Ich habe dir noch viel zu erzählen" (1992–95) und "Die Liebe der Männer" (1995–98) realisierte. 1993–99 Leiterin der theaterpädagogischen Abteilung an der →Schauspiel-Akademie Zürich; ab 1999 zusammen mit Marcelo Diaz Leitung des Studiengangs "Leitende KünstlerInnen" an der Hochschule Musik und Theater in Zürich. Wichtigste Regiearbeiten: 1994 Dieter Schnebels "Glossalie" mit dem Ensemble Recherche, Freiburg im Breisgau; 1998 "Die Verborgenen" zum 150-Jahr-Jubiläum des Schweizer Bundesstaats; 1999 Gottfried Keller/→Hansjörg Schneiders "Das Fähnlein der sieben Aufrechten" im →Landschaftstheater Ballenberg sowie den mehrsprachigen Abend "Fabula" im Auftrag der Kulturstiftung Pro Helvetia. Verschiedene Fernseh- und Filmrollen. Zusammen mit Yvonne-Denise Köchli Herausgeberin von "Muttermilch auf seinem Laptop" (1999).

Auszeichnungen

  • 2000 Dr. Ida Somazzi-Preis.


Autor: Jean Grädel



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Grädel, Jean: Liliana Heimberger, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 815–816.

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