Lilly Friedrich

Aus Theaterlexikon
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* 24.2.1946 Bern.

1967–69 Schauspielausbildung am →Bühnenstudio Zürich. Erste Engagements 1970/71 am Landestheater Detmold und 1971/72 am →Schauspielhaus Zürich, Zürich ZH. 1972–75 spielte F. bei der →Claque Baden, etwa Bille in Martin Walsers "Ein Kinderspiel", diverse Rollen in Heinrich Formanns "Manuel und die Giraffen", Regie beide: →Peter Schweiger, Geraldine in Ortons "Was der Butler sah", diverse Rollen in Goethes "Hanswurstiaden", Regie beide: →Jean Grädel, Celia in Christopher Hamptons "Der Menschenfreund", kleines Mädchen in Clemens Mettlers "We de Herr Widerchehr zu siner Freud chunnt", Regie beide: Schweiger, diverse Rollen in Jan Berquist/Hans Bendriks "Die tollen Geschäfte des Ivar Kreuger", Regie: →Volker Hesse, Eva in Peter Hacks’ "Adam und Eva", diverse Rollen in "Über das redt me nöd" nach einer Vorlage des Kinder- und Jugendtheaters "Rote Grütze" Westberlin, Regie beide: Grädel. 1975 Werkjahr des Kantons Aargau; Studium der Kinder- und Jugendtheaterszene in Deutschland, Holland, Schweden, Dänemark und Belgien. 1976–84 Mitbegründerin, Koleiterin, Schauspielerin und Autorin beim Theater →Spatz & Co. in Baden. F. spielte in Roberto Galves "D’Lumpesammler" und in der mit →Hanspeter Gschwend entstandenen Produktion "Help! Help!", in den Ensembleproduktionen "Spielverderber" nach Stefan Reisner, "… zäme öppis mache …!?", "Strititis", "Blyb bi dir", "Chlini Truckli" und "Mordsgeduld". Daneben Leiterin von Theaterworkshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Schauspielerin in Sommertheater-Produktionen in Chur, Schaffhausen und Zürich. 1984–88 freischaffende Schauspielerin am →Theater Tuchlaube Aarau, am Theater am Spittel Bremgarten, bei →Bumper to Bumper Zürich und am →Theater an der Winkelwiese Zürich. 1988–91 Leiterin des Theaters Spatz & Co. in Baden (unter anderem 1989 "Stirb und werde", Konzept und Text: F. und Ensemble). Ab 1992 freischaffende Schauspielerin unter anderem am →See-Burgtheater in Kreuzlingen und bei der Freien Truppe Bern. Mehrere Soloprogramme: "Benutzt", drei Einakter von Franca Rame/Dario Fo (1986 Theater am Spittel und danach in verschiedenen Schweizer Kleintheatern), Saint-Exupérys "De chli Prinz" in einer eigenen berndeutschen Fassung (1990 Theater im Kornhaus Baden, Regie: Hagnot Elischka), "Philomena", Text: F./→Eva Schneid (1995), Rame/Fos "Sex! – aber mit Vergnügen!"(1997 Theater an der Winkelwiese), "Die Liebesgeschichten einer jungen Alten" (2002, Regie beide: Elischka). Arbeiten als Theaterautorin: Mitarbeit bei den Ensembleproduktionen des Theaters Spatz & Co.; eigene Stücke: "La Mamma con pane e amore", "Ich will ja nur, dass du mich lässt", "Das Verharren in der Flucht", "Anek-toten – nur über meine Leiche" (1999). Mehrere Fernsehrollen beim Südwestrundfunk Baden-Baden. Therapeutin für Körper/Psychosynthese und Shiatsu-Massage.



Autor: Jean Grädel



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Grädel, Jean: Lilly Friedrich, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 644–645.

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