Lina Carstens

Aus Theaterlexikon
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* 6.12.1892 Wiesbaden (D), † 22.9.1978 München (D).

Engagements in Wiesbaden, 1911–15 am Hoftheater Karlsruhe, 1915–19 und 1920–26 am Schauspielhaus Leipzig, dazwischen am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. 1926/27 an den Münchner Kammerspielen, 1927–42 an den Städtischen Theatern/den Bühnen der Reichsmessestadt Leipzig, 1937–44 auch an der Volksbühne Berlin (unter anderem Frau Henschel in Gerhart Hauptmanns "Fuhrmann Henschel" und Frau Wolff in "Die Ratten", Charis in Kleists "Amphitryon"). 1946 Schauspielerin und Regisseurin an den Bodensee-Bühnen Konstanz (Inszenierung von Beaumarchais’ "Der tolle Tag", Marthe Schwerdtlein in Goethes "Urfaust", Inszenierung von Heinz Coubiers "Aimée", Titelrolle in der deutschen Erstaufführung von →Bertolt Brechts "Mutter Courage und ihre Kinder"), 1946–49 Schauspielerin am Stuttgarter Neuen Theater, 1949–60 am Bayerischen Staatsschauspiel München (1949 Amanda Wingfield in Williams’ "Die Glasmenagerie", 1956 Marthe in Goethes "Faust", Regie: Fritz Kortner). Gastverpflichtungen unter anderem am Theater am Kurfürstendamm Berlin, am Kleinen Theater am Zoo in Frankfurt am Main, am Düsseldorfer Schauspielhaus, an den Württembergischen Staatstheatern Stuttgart (1964 Aase in Ibsens "Peer Gynt"), am Künstlertheater Hamburg, an der Freien Volksbühne Berlin, bei den Festspielen Bad Hersfeld und Recklinghausen. C. spielte in den sechziger Jahren regelmässig auch am →Stadttheater Basel/an den Basler Theatern: unter anderem 1960 Aurélie in Giraudoux’ "Die Irre von Chaillot" (Regie: →Adolph Spalinger); 1961 Frau Peachum in Brecht/Weills "Die Dreigroschenoper" (Regie: →Hans Gaugler); 1962 Haushälterin in García Lorcas "Doña Rosita bleibt ledig", Mrs. Hitchcock in der deutschsprachigen Erstaufführung von Ardens "Der Tanz des Sergeanten Musgrave" und Mme Gontrann in der Uraufführung von Audibertis "Die Frauen des Ochsen"; 1963 Titelrolle in Gorkis "Wassa Schelesnowa" (Regie jeweils: Spalinger) und Atossa in Brauns "Die Perser" (Regie: →Erich Holliger); 1968 Barbara in der Schweizer Erstaufführung von Sperrs "Jagdszenen aus Niederbayern" (Regie: Eberhard Pieper) und Eleonore in der Uraufführung von →Friedrich Dürrenmatts "König Johann" (Regie: →Werner Düggelin). Umfangreiche Tätigkeit für Fernsehen und Film ("Lina Braake").

Auszeichnungen

unter anderem

  • 1939 Ernennung zur Staatsschauspielerin,
  • 1972 und 1975 Bundesfilmpreis.


Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Lina Carstens, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 348.

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