Liselotte Bugnon

Aus Theaterlexikon
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* 14.9.1936 Montagny-les-Monts FR, auch Lilo B.

Tänzerische Vorbildung am →Konservatorium für Musik in Bern. 1958–61 Ausbildung an der Tanzakademie →Harald Kreutzberg in Bern, →SBTG-Diplom. Engagements unter ihrem ledigen Namen Liselotte Hügi: 1958 an den Bayreuther Festspielen (in →Richard Wagners "Die Meistersinger von Nürnberg", Choreografie: Kreutzberg), 1959 Auftritte mit dem Ensemble des Théâtre Municipal in Genf im Palais des Expositions Genf und 1960–65 im Ballett des →Stadttheaters Luzern, 1964/65 als Solistin. 1965–67 ging B. mit verschiedenen Tanzensembles auf Tournee in Deutschland. 1969–70 war sie Mitglied in →Alain Bernards Jazz Dance Studio Company und 1977–79 in →Roni Segals Gruppe "Das tanzende Theater", zudem Unterrichtstätigkeit in Segals Tanzstudio in Bern sowie bei Bernard in Bern und Basel. 1971–81 Weiterbildung in Paris am Centre International de Dance (unter anderem bei Yuriko, Vanoye Aikens, René Bon). Kurse für No-Theater und Buto bei Shiro Daimon in Paris. Mitarbeit an verschiedenen Projekten des Theaterkollektivs →Studio am Montag, Bern BE mit →Norbert Klassen und →Janet Haufler, beispielsweise "Experiment Tanz" (1972) und Gerhard Rühms "Der Weg nach Bern" (1974, Regie: Klassen). 1981 eröffnete B. in Bern das eigene "Studio Keller Junkerngasse" für modernen Tanz, Ausdruckstanz und Improvisation (heute: Studio für Ausdruckstanz und Bewegungstherapie). Eigene Tanzprojekte waren unter anderem: "Genèses & Cycles" (1981), "Mise en scène I–III" (1983–84), "Tänze zur Zeit" (1985), die Trilogie "Arachne", "Niobe", "Hekate" (1986), "Bach, Bach, Bach" (1987) und "Médée face-à-face" (1993). 1981–85 realisierte B. zudem Performances mit bildenden Künstlerinnen und Künstlerin sowie Musikerinnen und Musikern in Bern, beispielsweise "Schattenseiten" im Hauptbahnhof, "Abbruch" im Kunstmuseum und "Plastikausstellung" im Tierpark Dählhölzli. Sie war Gastdozentin für modernen Tanz, Ausdruckstanz und Improvisation unter anderem in der Kulturmühle Lützelflüh sowie Gründungsmitglied und 1987–2000 Präsidentin der Tanz Aktiven Plattform (TAP) Bern. B. ist neben dem Tanzberuf als Malerin tätig, diverse Ausstellungen.



Autorin: Marianne Mühlemann



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Mühlemann, Marianne: Liselotte Bugnon, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 291–292.

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