Lisi Mangold

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* 24.4.1950 Böckten BL, † 4.1.1986 Böckten BL.

Schauspielausbildung am →Bühnenstudio Zürich, 1972 →Emil-Oprecht-Preis. Erstes Engagement 1972–74 am Schiller-Theater Berlin, 1974–83 Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele, wo M. Protagonistin in vielen Inszenierungen Ernst Wendts war, unter anderem spielte sie unter seiner Regie 1976 Wendla in →Frank Wedekinds "Frühlings Erwachen", 1978 Rita Grabow in Thomas Braschs "Lovely Rita" und Luise in Schillers "Kabale und Liebe", 1979 die Titelrolle in Kleists "Das Käthchen von Heilbronn" (mit ihrem Lebensgefährten Charles Brauer als Kaiser), 1980 die Titelrolle in Strindbergs "Fräulein Julie", 1981 Leonore von Este in Goethes "Torquato Tasso" (mit Brauer als Antonio) und 1982 Celia in Shakespeares "Wie es euch gefällt". Zudem verkörperte sie an den Münchner Kammerspielen unter anderem 1975 Käthe in Hauptmanns "Einsame Menschen" (Regie: Peter Palitzsch), Hero in Shakespeares "Viel Lärm um nichts" (Regie: Friedrich Beyer) und Elisabeth in Horváths "Glaube Liebe Hoffnung" (Regie: Michael Verhoeven), 1976 Natascha in Gorkis "Nachtasyl" (Regie: Liviu Ciulei) und 1978 Judith in Strindbergs "Totentanz" (Regie: Harald Clemen). Zusammen mit Ernst Wendt wechselte M. 1983 ans Deutsche Schauspielhaus in Hamburg (1984 Titelrolle in Lessings "Minna von Barnhelm"), zudem gastierte sie bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen und am Schauspielhaus Bochum. M., die eine der herausragenden Schauspielerinnen ihrer Generation war, verkörperte diverse Fernseh- und Filmrollen, darunter 1977 Mikaela in Ingmar Bergmans "The Serpent’s Egg".



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Lisi Mangold, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1167.

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