Ludwig Gibiser

Aus Theaterlexikon
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* 11.12.1890 Graz (A), † 25.3.1933 Basel.

1913/14 jugendlicher Komiker am Liebich-Theater Breslau. 1919/20 Engagement am Landestheater Linz, 1920/21 am Stadttheater Aussig, 1922 Direktor, Oberspielleiter des Schauspiels und Schauspieler am Stadttheater Klagenfurt, 1922–26 Schauspieler am Deutschen Volkstheater Wien und 1926 bis zu seiner tödlichen Erkrankung 1932 als erster Charakterspieler am →Stadttheater Basel (Direktion: →Oskar Wälterlin), zunächst als "Gast auf Engagement" Gessler in Schillers "Wilhelm Tell", dann fast hundert Rollen, darunter Robespierre in Büchners "Dantons Tod", Burleigh in Schillers "Maria Stuart", Titelrolle in Rostands "Cyrano de Bergerac", Prospero in Shakespeares "Der Sturm", Titelrolle in Molnárs "Liliom" (in eigener Regie), Franz Moor in Schillers "Die Räuber" und Titelrolle in "Wilhelm Tell", Mephisto in Goethes "Faust", Titelrolle in Büchners "Woyzeck", Macheath in →Bertolt Brecht/Weills "Die Dreigroschenoper", Titelrolle in Shakespeares "Richard III."und Shylock in "Der Kaufmann von Venedig", Philipp in Schillers "Don Carlos". Am Stadttheater inszenierte G. unter anderem 1927 Schönherrs "Der Weibsteufel" (im blauen Saal der Mustermesse), 1928 Max Mells "Das Apostelspiel", 1930 Hofmannsthals "Jedermann" (mit →Alexander Moissi), →Carl Zuckmayers "Katharina Knie" und Gerhart Hauptmanns "Die Weber", für das →Quodlibet Basel 1931 →Carl Albrecht Bernoullis Kammerspiel "Der Tod zu Basel".



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Ludwig Gibiser, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 705–706.

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