Lukas Hartmann

Aus Theaterlexikon
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* 29.8.1944 Bern, eigentlich Hans-Rudolf Lehmann. ∞ Simonetta Sommaruga, zunächst National-, dann Ständerätin.

H. absolvierte eine Ausbildung zum Primar- und Sekundarlehrer. Nach einem abgebrochenen Studium der Germanistik, Psychologie und Musik arbeitete er 1964–66 als Lehrer in Oschwand und anschliessend als Sozialarbeiter. Während sechs Jahren war er Radiojournalist am Studio Bern. Er verfasste Romane ("Die Mohrin", 1995; "Die Frau im Pelz", 1999), Erzählungen, Kinderbücher ("Anna annA", 1984; "So eine lange Nase", 1994), Hör- und Fernsehspiele (Drehbücher zur Serie "Motel", 1984) sowie Theaterstücke. In seinem Dialektstück "Beruhigungsmittel" (Uraufführung 12.3.1976, →Städtebundtheater Biel-Solothurn, Regie: →Alex Freihart) thematisiert H. Eltern-Kind-Konflikte. Mit der Lebenssituation heutiger Jugendlicher beschäftigt sich H. auch in "Rosa und der letzte Punk" (Uraufführung 1988, →Theater Chindli­frässer Bern, Koproduktion mit dem →Stadttheater Bern, Regie: →Markus Keller). Weitere Bühnenwerke: "Familiefescht" (Uraufführung 27.9.1977, Städtebundtheater Biel-Solothurn), "Ikarus, eine Geiselnahme" (Uraufführung 14.10.1989, Stadttheater Bern, Koproduktion mit dem Theater Chindlifrässer Bern). H.s Kinderbuch "Die wilde Sophie" wurde von →Patrick Frey dramatisiert. 1985–88 Präsident der →Gruppe Olten.

Auszeichnungen

unter anderem

  • 1980 und 1993 Buchpreis der Stadt Bern,
  • 1980 und 1996 Buchpreis der Schweizerischen Schillerstiftung,
  • 1983 und 1988 Werkjahr der Pro Helvetia.


Autorin: Brigitte Marschall



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Marschall, Brigitte: Lukas Hartmann, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 799–800.

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