Malin Hartelius

Aus Theaterlexikon
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* 1.9.1966 Växjö (S).

Gesangsstudium in Schweden und am Konservatorium der Stadt Wien. Bühnendebüt 1986 am Schlosstheater Laxenburg als Prinzessin Aline in →Arthur Honeggers "Die Abenteuer des Königs Pausole". Es folgten verschiedene Rollen aus dem Fach der Koloratursoubrette wie Christel von der Post in Zellers Operette "Der Vogelhändler" am Raimundtheater Wien, 1987 bei der Sommerarena in Baden bei Wien Isabella in Suppés "Boccaccio" und Bronislawa in Millöckers "Der Bettelstudent". 1989/90 war H. Mitglied des Opernstudios der Wiener Staatsoper, 1990/91 "Junges Mitglied" der Wiener Staatsoper. Dort sang sie Esmeralda in Smetanas "Die verkaufte Braut", Blumenmädchen in →Richard Wagners "Parsifal", Papagena in Mozarts "Die Zauberflöte" und Celia in dessen "Lucio Silla". 1989/90 Auftritte am →Stadttheater St. Gallen als Papagena und Bronislawa. Als Blonde in Mozarts "Die Entführung aus dem Serail" debütierte H. 1990 bei den Ludwigsburger Festspielen und 1991 bei den Schwetzinger Festspielen. Bereits 1989 gab sie als Papagena ihr Debüt am →Opernhaus Zürich, wo sie 1990 Arsena in Johann Strauß’ "Der Zigeunerbaron" sang und 1991 Ensemblemitglied wurde. In Zürich sang sie unter anderem Blonde, Sophie in Richard Strauss’ "Der Rosenkavalier" und Najade in dessen "Ariadne auf Naxos", Adele in Johann Strauß’ "Die Fledermaus", Ännchen in Webers "Der Freischütz", Elisetta in Cimarosas "Il matrimonio segreto", Elvira in Rossinis "L’Italiana in Algeri", Adina in Donizettis "L’elisir d’amore" und Norina in dessen "Don Pasquale", die Mozart-Partien Konstanze in "Die Entführung aus dem Serail", Pamina in "Die Zauberflöte", Ismene in "Mitridate re di Ponto", Celia in "Lucio Silla" und La Costanza in "Il sogno di Scipione", Estrella in Schuberts "Alfonso und Estrella", Melanto in Monteverdis "Il ritorno d’Ulisse in patria". Seit 1992 regelmässige Auftritte an den Salzburger Festspielen (unter anderem als Blonde und Adele). Ihr internationaler Durchbruch begann 1997 mit der Adina in Frankfurt am Main; seither singt sie unter anderem an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, an der Opéra National de Paris, an der Bayerischen Staatsoper München. Auch internationale Tätigkeit als Konzertsängerin. Mehrere Einspielungen auf Tonträger.



Autorin: Nina Debrunner



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Debrunner, Nina: Malin Hartelius, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 798–799.

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