Margaret Chalker

Aus Theaterlexikon
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* 18.4.1952 Rochester (USA).

Nach einer Instrumentalausbildung (Querflöte und Klavier) Gesangsstudium am Baldwin-Wallace College in Ohio bei Sophie Ginn-Paster mit Abschluss als Musikpädagogin. An der Syracuse University Abschluss als Master of Music in Performance bei Helen Boatwright. Gesangsprofessur an der State University of New York. Erste Bühnen- und Konzerterfolge in den USA, so als Sifare in Mozarts "Mitridate, re di Ponto" (1985 Mostly Mozart Festival, New York) oder Pamina in dessen "Zauberflöte" (Houston Opera). 1985–87 Verpflichtung an die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg unter anderem als Gilda in Verdis "Rigoletto" und Oscar in dessen "Ballo in maschera". Ab 1987 Mitglied des →Opernhauses Zürich, wo sie als Jemmy in Rossinis "Guglielmo Tell" (Regie: →Daniel Schmid, musikalische Leitung: →Nello Santi) debütierte. Dort folgten später unter anderem die Pamina in Mozarts "Die Zauberflöte", Servilia in dessen "Clemenza di Tito" (1989), Füchsin Schlaukopf in Janáčeks "Das schlaue Füchslein" (1988), Sophie in Richard Strauss’ "Der Rosenkavalier", Amanda in Ligetis "Le grand macabre" (1992), Natalie von Oranien in Henzes "Der Prinz von Homburg" (1993), Lauretta in Puccinis "Gianni Schicchi" (1996), Iseut in →Frank Martins "Le vin herbé"(1997), Freia in →Richard Wagners "Das Rheingold" (2000, Regie: Robert Wilson, musikalische Leitung: →Franz Welser-Möst). Am →Stadttheater St. Gallen gastierte C. 1991 als Nedda in →Ruggero Leoncavallos "I pagliacci" und 1994 als Donna Anna in Mozarts "Don Giovanni". Zahlreiche Gastspiele auf deutschen Bühnen (Berlin, Dresden, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Meiningen, München, Wiesbaden) und in den USA: Elena in Glucks "Paride ed Elena", Tatjana in Tschaikowskys "Eugen Onegin", Fiordiligi in Mozarts "Così fan tutte" und Rosalinde in Johann Strauß’ "Die Fledermaus" (alle Leipzig), die Titelrolle in Richard Strauss’ "Ariadne auf Naxos" (Meiningen 1995), Arsinoë in d’Alberts "Die toten Augen" (Dresden 1997) und 1996 in Prag die Marschallin in Strauss’ "Der Rosenkavalier". Daneben regelmässige Tätigkeit als Konzertsängerin (unter anderem Tonhalle Zürich, Osterfestspiele Salzburg, Triennale Köln), wobei sie sich vermehrt auch der Musik des 20. Jahrhunderts widmete. Mehrere Einspielungen auf Tonträger.



Autorin: Regina Senften



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Senften, Regina: Margaret Chalker, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 369.

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