Margrit Gysin

Aus Theaterlexikon
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* 18.2.1949 Basel. ∞ I. Wilhelm Mundschin, Fotograf und Bühnenbildner, ∞ II. Nana Twum Nketia, Perkussionist.

Ab 1967 Schauspielausbildung bei Jacques Lecoq in Paris, ab 1970 Kindergärtnerinnenseminar in Bern, berufsbegleitende Weiterbildung zur Heilpädagogin. Während ihrer heilpädagogischen Tätigkeit entdeckte G. das Puppenspiel als Mittel, um Kommunikationsstörungen zu überwinden. 1976 Aufgabe der Arbeit als Heilpädagogin, Gründung des →Figurentheaters Margrit G. und erste Produktion «Strubeli­mutz», in der die Geschichte eines behinderten Kindes erzählt wurde. In den mittlerweile mehr als dreissig Produktionen ihres Figurentheaters trat G. meistens als Alleinspielerin auf, bisweilen auch gemeinsam mit dem Puppenspieler →Michael Huber (1976–81, erneut 2003). Ihre Spiele basieren meistens auf Märchenstoffen, sind aber vor allem von ihrer persönlichen Spielweise und Ausdruckskraft geprägt. Die ersten zehn Jahre spielte sie verdeckt, bis sie 1988 die offene Spielweise für sich entdeckte und zusehends weiterentwickelte. In der Regel verwendet G. sehr kleine Finger- und Handpuppen, wodurch die erzählte Geschichte eine wirkungsvolle Fokussierung erfährt. Seit 1980 verschiedene Lehraufträge am Institut für therapeutisches Puppenspiel in Buochs und am Figurentheater-Kolleg Bochum.

Auszeichnungen

  • 1989 Förderpreis des Kantons Basel-Landschaft,
  • daneben zahlreiche Preise für ihre Puppenspiele.

Literatur

  • Ich bin eine Grenzgängerin. In: Theatervisionen, herausgegeben von ASTEJ, 1988.


Autor: Peter Arnold



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Arnold, Peter: Margrit Gysin, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 777.

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