Margrit Schriber

Aus Theaterlexikon
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* 4.6.1939 Luzern.

Aufgewachsen in Brunnen und Küssnacht am Rigi. Nach kaufmännischer Lehre erst Bankangestellte, Fotomodell und Werbegrafikerin, dann freischaffend als Schriftstellerin tätig. Für die Bühne verfasste S. 1979 die dreiteilige Szenenfolge "Dazwischen", "Ein wenig Lärm im Keller", "Montag"– eine Dramatisierung ihrer gleichnamigen Erzählung, die das Thema Einsamkeit umkreist. Für den Hörfunk (meist Schweizer Radio DRS) schrieb sie die Hörspiele "Ein Platz am Seitenpodest" (1978), "An einem solchen Tag" (1980), "Tambourinschlag" (1982) und "Entschuldige" (1994). Seit 1976 veröffentlicht S. Prosa, die präzise Beobachtungen der Beziehungen zwischen den Geschlechtern enthalten. S. veröffentlichte die Romane "Aussicht gerahmt" (1976), "Kartenhaus" (1978) "Vogel flieg" (1980), "Muschelgarten" (1994), "Tresorschatten" (1987), "AugenWeiden" (1990), "Rauchrichter" (1993) und "Schneefessel" (1998) sowie die Erzählbände "Ausser Saison" (1977), "Luftwurzeln" (1981) und "Von Zeit zu Zeit klingelt ein Fisch" (2001). Ausserdem zahlreiche Beiträge für Anthologien und Zeitschriften, unter anderem für die Kulturzeitschrift "Du" (Zürich). S. ist Mitglied des PEN-Clubs und war Mitglied der →Gruppe Olten.

Auszeichnungen

unter anderem

  • 1977 Anerkennungspreis der Schweizerischen Schillerstiftung,
  • 1981 Gastpreis des Luzerner Literaturpreises,
  • 1987 Förderpreis der Villmerger Koch-Berner-Stiftung,
  • 1998 Aargauer Literaturpreis.

Literatur

  • Krättli, Anton: M. S. In: Arnold, Heinz Ludwig (Hg.): Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.


Autor: Dietrich Seybold



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Seybold, Dietrich: Margrit Schriber, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1634–1635.

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